Österreich

Babyklappen-Säugling: Todesursache war Lungenentzündung

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ist bei ihren Ermittlungen zum Tod eines in einer Babyklappe abgelegten neugeborenen Mädchens im Juli einen Schritt weiter gekommen. Behördensprecher Markus Kitz sagte zur APA, dass das Kind an einer Lungenentzündung starb, nicht wie ursprünglich angenommen an den Folgen eines Hirnfehlers. Von der Mutter fehlt nach wie vor jede Spur.

Das in der 34. Schwangerschaftswoche geborene Baby war zu schwach, um die Lungenentzündung zu überleben, ergaben die Untersuchungen. Durch den Hirnfehler, ein "Blasenhirn", hätte es auch ohne Lungenentzündung nur eine Lebenserwartung von höchstens einem Jahr gehabt. Das Kind war am 18. Juli in einer Babyklappe in der Bezirksstadt Wolfsberg abgegeben worden. Wenige Tage später starb es im Krankenhaus.

Die Untersuchungen ergaben auch, dass der Säugling zehn bis zwölf Stunden nach der Geburt in der Babyklappe abgelegt wurde. Wenn ein Gutachter nun etwa zu dem Schluss komme, dass das Baby die Lungenentzündung bekam, weil es die Stunden im Freien verbringen musste, könnte sogar wegen Tötung des Kindes nach der Geburt durch Unterlassung gegen die Mutter ermittelt werden, erklärte Kitz. Wer sie ist, sei derzeit aber ohnehin völlig unklar.

Quelle: APA

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