Österreich

Bahnhof St. Pölten evakuiert - Motiv des 25-Jährigen unklar

Der 25-jährige Iraker, der am Freitagabend eine zweistündige Sperre des Hauptbahnhofs in St. Pölten ausgelöst hatte, befand sich am Samstagvormittag noch in Polizeigewahrsam.

Bahnhof St. Pölten evakuiert - Motiv des 25-Jährigen unklar SN/bilderbox
Symbolbild.

Warum sich der Mann mit einem Koffer in einer Zugtoilette eingesperrt hatte, sei nach wie vor nicht geklärt und Gegenstand der Ermittlungen, teilte die Polizei auf Anfrage mit. Bei dem Vorfall gab es keine Verletzten.

Zeugen zufolge soll der 25-Jährige im Zug "wirres Geschrei" von sich gegeben haben. Auch das Wort "Bombe" soll dabei gefallen sein, so ein Polizeisprecher. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) äußerte sich in der "ZIB 24" auf ORF 1 ebenfalls zu dem Vorfall. Man wisse, dass es sich um einen "psychotischen Täter" gehandelt habe, so Sobotka.

Gegen 19.40 Uhr wurde angezeigt, dass sich ein Mann in einer Zugtoilette im Bahnhof verschanzt habe. Ein Suizid, eventuell unter Verwendung von Sprengstoff, konnte zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, teilte die Landespolizeidirektion mit. Laut einem "Heute"-Onlinebericht drohte der Mann damit, sich umzubringen. Der Bahnhof wurde umgehend evakuiert und großräumig abgesperrt. Zahlreiche Polizeistreifen fuhren zum Ort des Geschehens.

Beamte durchsuchten den Zug, gegen 20.05 Uhr verließ der 25-Jährige die Toilette und ließ sich widerstandslos vorläufig festnehmen. Ein sprengstoffsachkundiger Polizist untersuchte den Koffer des Mannes und gab Entwarnung. Gegen 21.40 Uhr wurde der Zugverkehr und kurz danach der gesamte Bahnhofsbereich wieder freigegeben. Es gab keine Verletzten, hieß es von der Polizei.

Quelle: APA

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