Österreich

Bewaffneter Überfall auf Wiener Supermarkt

Ein Räuber hat am Donnerstag mit einer Schusswaffe einen Supermarkt in Wien-Meidling überfallen. Er forderte von einer Kassierin Bargeld und flüchtete mit der Beute. Am selben Tag bedrohte ein Dieb in der Leopoldstadt einen Detektiv, der ihn zur Rede gestellt hatte, mit dem Umbringen, teilte die Polizei am Freitag. Der 23-Jährige wurde dennoch festgenommen.

In Meidling betrat kurz vor der Schließung der Unbekannte den Supermarkt und begab sich zu der zu diesem Zeitpunkt einzig besetzten Kassa. Eine Kundin war gerade dabei, ihre gekauften Lebensmittel zu verstauen, eine weitere Frau wollte ihre Waren bezahlen. Plötzlich zog der Mann eine Schusswaffe und forderte von der Kassierin die Herausgabe von Bargeld. Laut Polizeisprecherin Michaela Rossmann hat die Angestellte gar nicht so schnell reagieren können, der Mann griff selbst in die Kassenlade und nahm sich eine Handvoll Bargeld. Die zahlende Kundin ließ im Schock ihre Geldbörse fallen. Bevor der Tatverdächtige das Geschäft verließ, entnahm er noch Bargeld aus der Börse. Verletzt wurde bei dem Raub niemand.

Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief negativ. Der Räuber war laut Beschreibung zwischen 35 und 45 Jahre alt, etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß. Er hatte eine schlanke Figur, einen dunklen Teint und sprach Deutsch mit leichtem Akzent. Der Mann war mit schwarzer Stoffhose und einem roten T-Shirt bekleidet. Als Maskierung hatte er sich eine Wollhaube mit Sehschlitzen über das Gesicht gezogen. Die Schusswaffe war laut den Zeuginnen eine graufärbige Pistole. Hinweise - auch vertraulich - wurden an das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Süd, unter der Telefonnummer 01-31310-57800 erbeten.

In der Leopoldstadt beobachtete ein Ladendetektiv um 14.20 Uhr einen 23-jährigen Mann wie dieser diverse Lebensmittel aus den Regalen an sich nahm. Der Mann verließ den Supermarkt, ohne die Waren zu bezahlen. Beim Versuch eines Detektivs den Ladendieb anzuhalten, versetzte dieser dem Angestellten einen Stoß und flüchtete. Dabei bedrohte er den Detektiv mit dem Umbringen. Dieser wurde dabei nicht verletzt. Polizeibeamte nahmen den Slowaken schließlich unweit des Tatorts am Nestroyplatz wegen gefährlicher Drohung und räuberischen Diebstahls fest. Der Mann besaß keine Meldeadresse in Österreich. Auch bei diesem Vorfall wurde niemand verletzt.

Quelle: APA

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