Österreich

Bis zu 16 Grad: Am Wochenende wird es mild

Vor allem für Sonntag und Montag prognostizieren Meteorologen schönes Wetter. Zuvor aber wird es am Freitag noch einmal sehr windig.

Ungewöhnlich warm, vor allem in den Bergen.  SN/dpa
Ungewöhnlich warm, vor allem in den Bergen.


Am Wochenende wird es frühlingshaft, vor allem am Sonntag. Eine vom Atlantik kommende Strömung mit Südwestkomponenten bringt milde Luft ins Land. In Salzburg klettert das Thermometer am Sonntag laut Prognosen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf 16 Grad Celsius, am Montag auf 15, denn da gibt es wieder mehr Wolken und weniger Sonne. In 3000 Metern Höhe hat es gar bis zu plus drei Grad. "Für Februar im Gletschergebiet ist das zu warm", sagt Josef Haslhofer von der ZAMG in Salzburg. In 2000 Metern werden plus elf Grad erwartet. Doch mit Montagabend ist das milde Wetter wieder vorbei. Da sinken die Temperaturen dann wieder ab. Am Dienstag hat es in 2000 Metern Höhe nur noch null Grad.
Doch zuvor kommt am Freitag wieder starker Wind aus West bis Nordwest. So schlimm wie bei Sturmtief "Sabine" wird es aber laut Prognosen nicht mehr. Es ziehen viele Wolken durch, die nur zwischendurch etwas auflockern. Zeitweise regnet es und oberhalb von etwa 800 Metern gibt es Schneeschauer.

Der Jänner 2020: Warm und sonnig

Auswertungen der ZAMG zeigen, dass es bereits im Jänner vor allem in höheren Lagen zu Temperaturanomalien kam. "Auf den Bergen liegt der Jänner 2020 um 3,6 Grad Celsius über dem vieljährigen Mittel und ist hier einer der drei wärmsten Jänner der Messgeschichte, hinter dem Jänner 1989 und ziemlich genau im Bereich von 1898", sagt ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik. "In den Niederungen hielten sich hingegen die für den Winter typischen Kaltluftseen. Hier war dieser Jänner mit 1,8 Grad über dem Mittel daher nicht ganz so extrem mild."

Der Jänner war im Großteil Österreichs außerdem deutlich zu trocken. In der österreichweiten Auswertung war er mit 56 Prozent weniger Niederschlag als im Mittel der trockenste Jänner seit dem Jahr 2002. Besonders im Süden fiel im Jänner 2020 sogar weniger als 25 Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge. Einige Orte blieben völlig ohne Regen und Schneefall. Zum Beispiel verzeichnete die ZAMG-Wetterstation in Lienz in Osttirol null Millimeter Niederschlag. Das kommt hier in einem Jänner statistisch gesehen nur alle 15 bis 20 Jahre vor.
Die Hochdruckgebiete brachten viel Sonnenschein und in den Niederungen stellenweise Nebel. In der österreichweiten Auswertung gab es 45 Prozent mehr Sonnenschein als in einem durchschnittlichen Jänner. Das ist ein Rekord. Der bisher sonnigste Jänner der Messgeschichte war jener des Jahres 2006 und lag 35 Prozent über dem Mittel. Auch einzelne Wetterstationen verzeichneten Jännerrekorde, wie etwa in Klagenfurt. Hier schien die Sonne 184 Stunden und damit doppelt so lang wie in einem durchschnittlichen Jänner.

Quelle: Sn-ham

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