Österreich

Bis zu zehneinhalb Jahre für Serienbankräuber

Drei Tschechen, die nach drei Banküberfällen in Serie in Oberösterreich geschnappt worden waren, haben im Prozess Freitagnachmittag im Landesgericht Linz Haftstrafen zwischen sechs und zehneinhalb Jahren ausgefasst.

Bis zu zehneinhalb Jahre für Serienbankräuber SN
Die Täter wurden zu Haftstrafen verurteilt. Symbolbild: SN/Bilderbox

Bei allen Überfällen war jeweils eine geladene Maschinenpistole verwendet worden. Die Beute betrug insgesamt über 54.600 Euro. Unmittelbar nach der letzten Tat wurden drei Tschechen festgenommen: eine 43-jährige Frau sowie ein 28- und ein 44-jähriger Mann. Sie legten alle ein Geständnis ab.

Sie überfielen heuer eine Bank am 22. Februar in Bad Leonfelden im Bezirk Urfahr-Umgebung und am 22. März eine in Rainbach im Bezirk Freistadt. Der schon mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt Geratene verübte die Überfälle, die bisher unbescholtenen Frau spionierte zuvor die Banken aus und der dritte Angeklagte war der Chauffeur.

Alle gaben vor dem Schöffengericht an, in finanziellen Schwierigkeiten gesteckt zu haben und damit leicht manipulierbar für den Anstifter gewesen zu sein. Die Frau erklärte zudem, sie sei von ihrem angeblich spielsüchtigen Lebensgefährten mit Drohungen zum Mitmachen gezwungen worden. Dieser mehrfach vorbestrafte Mann ist schon hinter Gittern, er sitzt noch in Auslieferungshaft in Budweis.

Da Geständnisse vorliegen, ging es letztlich nur um die Strafhöhe. Es drohten fünf bis 15 Jahre. Bei einschlägigen Vorstrafen sogar mehr. Der 28-Jährige, der mit der Maschinenpistole die Herausgabe des Geldes erzwungen hatte, wurde zu zehneinhalb Jahren verdonnert, die 43-jährige Frau bekam siebeneinhalb Jahre, der 44-Jährige, der als Fahrer mitgewirkt hatte, fasste sechs Jahre aus.

Quelle: APA

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