Österreich

Blaukalk-Skandal: Ermittlungen gegen acht Personen

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Klagenfurt im HCB-Umweltskandal sind bisher immer wieder angepasst worden.

Erhöhte Werte in Blutproben von Bewohnern entdeckt.  SN/APA (Archiv)/ROLAND SCHLAGER
Erhöhte Werte in Blutproben von Bewohnern entdeckt.

"Im Laufe der Zeit ist gegen sieben Beschuldigte eingestellt worden, dafür sind andere dazu gekommen", sagte Sprecherin Tina Frimmel-Hesse am Donnerstag zur APA. Aktuell gibt es sechs Beschuldigte und zwei Verdächtige, außerdem wird gegen Wietersdorfer als Verband ermittelt.

Bei den Personen handelt es sich um Mitarbeiter des Zementwerks bzw. des Landes Kärnten. Ihnen wird bisher hauptsächlich fahrlässige Umwelt-Beeinträchtigung vorgeworfen.

Bei einer Person geht es zusätzlich um Verleumdung, bei einer um Missbrauch von Tonaufnahmen und Abhörgeräten. Inhaltliche Angaben zum Stand der Ermittlungen machte Frimmel-Hesse nicht, nur so viel: "Bis Ende September sollte noch ein Ergänzungsgutachten kommen."

Im November 2014 war bekannt geworden, dass das Kärntner Görtschitztal mit dem Umweltgift Hexachlorbenzol (HCB) belastet ist. Im Zementwerk Wietersdorf war belasteter Blaukalk nicht ordnungsgemäß verarbeitet worden, über die Luftemissionen gelangte der Stoff in den Nahrungskreislauf und in die Milchprodukte. Auch in Blutproben von Bewohnern und sogar in Muttermilch fand man erhöhte Werte. Daraufhin wurde die Verarbeitung von belastetem Blaukalk gestoppt, Futtermittel getauscht und Produkte vernichtet. Das Land führte außerdem ein Monitoring ein.

Quelle: APA

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