Österreich

Brems- mit Gaspedal verwechselt - Lamborghini versank im Mondsee

Einen nicht alltäglichen Einsatz haben Freiwillige der Feuerwehren Innerschwand und Mondsee in der Nacht auf Mittwoch durchführen müssen: Sie bargen einen im See versunkenen Luxus-Sportwagen.

Fahrzeugbergung aus dem Mondsee. SN/christian stoxreiter, afk mondsee
Fahrzeugbergung aus dem Mondsee.

Wie kam es zu dem Vorfall? Laut Polizeibericht war ein 31-jähriger Schweizer gegen 22.50 Uhr gemeinsam mit einem 40-jährigen Bekannten mit seinem Lamborghini aus der Huracan-Modellreihe von Mondsee Richtung Unterach am Attersee unterwegs.

Im Ortschaftsbereich Au, Gemeinde Unterach, hielt der 31-Jährige auf einem Parkplatz an. Während sein Beifahrer aus dem Fahrzeug stieg, versuchte der Schweizer seinen Sportwagen zu wenden. Dabei dürfte er das Brems- und Gaspedal verwechselt haben und fuhr rückwärts in den Mondsee. Das Fahrzeug sank etwa 15 Meter vom Ufer entfernt mit dem Lenker auf eine Tiefe von etwa fünf Metern ab.

Der Lenker konnte sich aus eigener Kraft aus dem Fahrzeug befreien und ans Ufer schwimmen. Der 40-Jährige, der unverzüglich die Rettungskette in Gang setzte, leistete Erste Hilfe. Der 31-Jährige wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Salzkammergut-Klinikum Gmunden Vöcklabruck gebracht.

So twitterte die Polizei:

Um 22.58 Uhr wurde schließlich die Feuerwehr alarmiert. Einsatzleiter Bernhard Strobl (FF Innerschwand) beorderte nach Lageerkundung Feuerwehrtaucher samt Feuerwehrboot an den Ort des Geschehens. Dieser befand sich im Nahbereich des ehemaligen Gasthauses Dachsbrücke an der B151 (Attersee-Bundesstraße).

Die Position der PS-starken Nobelkarosse im Wasser sei wegen der zu diesem Zeitpunkt noch aktiven Frontscheinwerfer gerade noch zu erkennen gewesen, sagte Strobl den SN. In weiterer Folge wurde ein Abschleppwagen mit Bergekran angefordert.

Weiters berichtete Strobl: "Für die Bergung des wertvollen Sportwagens war einiges an Fingerspitzengefühl notwendig, aber gemeinsam mit den fünf Feuerwehrtauchern, dem Bergeballon und dem Kran des Abschleppwagens, gelang es meiner Mannschaft, das Fahrzeug behutsam aus dem See zu fischen."

Die aufwendige Bergung dauerte rund drei Stunden. Insgesamt standen 31 Mann der Feuerwehr Innerschwand und Mondsee im Einsatz.

Die Einsatzstelle nahe des früheren GH Dachsbrücke:


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