Österreich

Bretter, die ihm die Welt bedeuten

300 Vorstellungen und 240 Proben hat Peter Kozak als Technischer Direktor der Wiener Staatsoper pro Jahr zu meistern. Die aufwendigste geht in drei Tagen über die Bühne: der Opernball.

Peter Kozak. SN/tröscher
Peter Kozak.

Tür auf. Tür zu. Kleine Räume. Große Räume. Stiegen rauf. Stiegen runter. Zwei Mal links, drei Mal rechts. Wenn seinen Begleitern langsam schwindlig zu werden beginnt, blüht Peter Kozak erst so richtig auf. Kozak, 58 Jahre alt und wendig wie ein sportlicher Mittzwanziger, ist Technischer Direktor in einer der berühmtesten und bedeutendsten Kulturstätten dieses Planeten - der Wiener Staatsoper. Er saust an Menschen gruppen vorüber, die in den unterschiedlichsten Sprachen durchs Haus geführt werden, aber alle auf die gleiche Weise staunen. Augen ehrfürchtig starr nach oben gerichtet, Mund sperrangelweit offen, Fotoapparate auf Dauerfeuer. Kozak huscht traumwandlerisch sicher an ihnen vorbei durch das Gebäude. Auch wenn er keinerlei Ansprüche darauf erhebt und ihm die Zuordnung mit Sicherheit missfallen würde: Es ist sein Haus.

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