Österreich

Canyoningunfall in Tirol: Frau weiter auf Intensivstation

Die am Freitag bei einem Canyoningunfall in der Taxaklamm in Erpfendorf (Bezirk Kitzbühel) schwer verletzte Frau befand sich Samstagmittag noch auf der Intensivstation, sei aber ansprechbar, teilte die Tiroler Polizei mit. Ein weiterer Verletzter wurde im Krankenhaus St. Johann in Tirol stationär aufgenommen, vier andere wurden ambulant behandelt.

Canyoningunfall in Tirol: Frau weiter auf Intensivstation SN/APA (Zeitungsfoto.at)/ZEITUNGSFO
Bergung nach Canyoningunfall in der Taxaklamm am Freitag.

Die Niederländerin war Polizeiangaben zufolge am Freitag gegen 16.15 Uhr bei starkem und anhaltendem Regen über einen etwa 14 Meter hohen Felsabsatz in eine Gumpe abgeseilt worden. Dabei geriet sie aus vorerst unbekannter Ursache in eine Notsituation, verletzte sich schwer und konnte die Gumpe nicht mehr selbstständig verlassen bzw. aus ihr herausschwimmen. Auch die zuvor abgeseilten Gruppenmitglieder konnten der 25-Jährigen nicht helfen. Deshalb seilte sich der Canyoning-Guide ab und barg die Frau. Anschließend wurde die Schwerverletzte von der Crew des Notarzthubschraubers mittels Tau aus der Taxaklamm geborgen und in das Krankenhaus St. Johann in Tirol geflogen.

Wegen der schwierigen und aufwendigen Bergung musste eine nachkommende Canyoning-Großgruppe warten. In der Zwischenzeit stieg allerdings der Wasserpegel rasch an, sodass eine weitere Begehung der Klamm nicht mehr möglich war. Die sechs Guides und weitere 42 Teilnehmer wurden schließlich auf dem Landweg geborgen. Fünf Mitglieder der Canyoningtour zogen sich dabei Verletzungen zu.

Während der Bergung der Gruppe standen 46 Bergrettungs- und 75 Feuerwehrkräfte, mehrere Rettungssanitäter und Polizeibeamte sowie vier Alpinpolizisten, ein Polizeihubschrauber und ein Notarzthubschrauber im Einsatz.

Quelle: APA

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