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Das sind die größten Gefahren am Schulweg

Auch ein Schulweg muss gelernt werden. Daher raten Experten der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt AUVA den Eltern, den Weg zur Schule mit Erstklasslern zu üben.

Das sind die größten Gefahren am Schulweg SN/APA (Bildagentur Zolles KG)/Chri
Rund ein Drittel der Unfälle passiert auf Schutzwegen.

Am 5. September beginnt in Wien wieder die Schule, eine Woche Später in Salzburg. Ein Gutteil der Erstklassler wird dann zu Fuß in die Volksschule gehen. Damit möglichst nichts passiert, sollten Eltern einige Punkte beachten. Denn ungeregelte Kreuzungen zählen ebenso zu den Gefahrenquellen wie Ablenkungen durch Smartphones, erklärte Bernd Toplak von der Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA).

"Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste", betonte der AUVA-Experte. Denn besonders an Kreuzungen ohne Ampeln oder Schullotsen seien die Sprösslinge überfordert: "Sowohl die Motorik als auch die Aufmerksamkeit ist bei Sechsjährigen noch ziemlich eingeschränkt." Schlechte Sichtverhältnisse, Radfahrer, abbiegende Autos bis hin zu Straßenbahnen würden die Situation noch verschärfen. Aber auch wenn es eine Ampel gibt, solle man den Kids von Anfang an beibringen, trotzdem nach links und rechts zu schauen und zügig die Straße zu queren, appellierte Toplak an die Eltern.

Trügerische Sicherheit am Zebrastreifen

Gleichzeitig warnte der Fachmann vor der "falschen Sicherheit" auf Zebrastreifen. Denn rund ein Drittel der Unfälle passiere auf Schutzwegen. Laut AUVA wurden 2015 in Wien 87 Schulwegunfälle gezählt - eine Zahl, die seit Jahren konstant bleibe.

Unachtsamkeit wird auch durch Smartphones hervorgerufen, die immer mehr Kinder schon im Volksschulalter besitzen. Spiele wie "Pokemon Go" lenken vom Verkehr ab, meinte Toplak. Wobei auch die Überbesorgtheit von Vätern und Müttern nicht gerade förderlich sei. Denn ständige Anrufe, ob es dem Kind eh gut gehe, schwächen die Konzentration auf das Umgebungsgeschehen.

Die AUVA empfiehlt, vor Schulbeginn den Weg in die Schule mit ihren Kindern zu üben. Bei leichteren Wegen sollte man die Route drei- bis viermal abgehen, bei herausfordernden Strecken mindestens zehnmal. Um den jeweils sichersten Weg zu finden, gibt es für fast alle Wiener Volksschulen sogenannte Schulwegpläne. Sie stehen sowohl auf der Homepage der AUVA als auch der MA 46 zum Download bereit.

Der AUVA-Experte rät jedenfalls Eltern davon ab, ihre Kids nur mit dem Auto in die Schule zu bringen. Denn der Weg zu Fuß sei nicht nur gesünder, sondern auch sinnvoller: "Ansonsten werden sich die Kinder nie im Verkehrsgeschehen zurecht finden."

Quelle: APA

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