Österreich

Dealer verwendeten Einbruchs-Beute für Drogen-Ankauf

Steirische Ermittler haben eine Suchtgifthändler-Gruppe ausgeforscht. Fünf Verdächtige sollen von Dezember 2015 bis Herbst 2016 Drogen an- und verkauft haben. Außerdem begingen sie 22 Einbruchsdiebstähle in mehreren Bundesländern, um sich die Suchtmittel zu finanzieren. Der Schaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro. Der Straßenverkaufswert der in Umlauf gebrachten Drogen beträgt rund 139.000 Euro.

Die Männer im Alter von 18 bis 28 Jahren kommen aus den Bezirken Graz, Leibnitz und Südoststeiermark. Sie kannten sich aus der Suchtmittelszene, berichtete die Landespolizeidirektion am Freitag in einer Aussendung. Drei der fünf Verdächtigen sollen zwischen Jänner und Juli 2016 in Vereinsheime und Sport-Kantinen in der Steiermark, Kärnten und Niederösterreich eingebrochen haben. Sie stahlen Bargeld, TV-Geräte, Notebooks, Alkohol und Zigaretten. Die Beute verkauften sie teilweise weiter, um Geld für Suchtgiftankäufe zu lukrieren.

Die Drogen streckten die Männer, um sie mit Gewinn weiterzuverkaufen. Die Konsumenten fanden sie vorwiegend im öffentlichen Raum in Leibnitz und im Grazer Stadtpark. 30 Abnehmer wurden von der Polizei ausgeforscht. Die mutmaßlichen Händler sollen rund 9.000 Stück Ecstasy, 30 Gramm MDMA, 800 Gramm Amphetamin, 1,6 Kilo Marihuana, 30 Gramm Haschisch, 100 Stück LSD sowie eine nicht genau bekannte Menge Pilze weiterverkauft haben. Sie wurden neben der Übertretungen nach dem Suchtmittelgesetz auch wegen Betrugsverdacht, Raub, Einbruchsdiebstahl, Diebstahl, Körperverletzung, gefährlicher Drohung, Nötigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt angezeigt. Sie kamen in die Justizanstalt Graz-Jakomini.

Quelle: APA

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