Österreich

Der Ausbau des Karawankentunnels startet

Der Autobahnbetreiber Asfinag investiert heuer 75 Millionen Euro in den Ausbau und Erhalt der Infrastruktur in Kärnten. Der Großteil davon fließt in die Sicherheit der bestehenden Tunnels. Neun Mio. Euro gehen in die Vorarbeiten für den Vollausbau des Karawankentunnels, eine Brücke und das Portal werden errichtet. Die Freigabe des fertigen Karawankentunnels ist für 2023 geplant.

Der Karawankentunnel wird ausgebaut.  SN/APA/GERT EGGENBERGER
Der Karawankentunnel wird ausgebaut.

Slowenien und Österreich teilen sich die Kosten für den Grenztunnel. Österreich zahlt entsprechend seinem Anteil an dem Tunnel 190 Mio. Euro, Slowenien 150, gaben Asfinag-Vorstand Alois Schedl und Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Donnerstag vor Journalisten bekannt. Eine gemeinsame Ausschreibung mit der slowenischen DARS soll heuer erfolgen. Brücke und Portal werden laut Plan im Oktober fertig sein. Der Tunnelanschlag soll zeitgleich mit den slowenischen Bauarbeiten Anfang 2018 erfolgen.

Mittelfristig, bis zum Jahr 2022, sind seitens der Asfinag insgesamt Investitionen mit einem Volumen von 630 Mio. Euro in Kärnten vorgesehen. Der Löwenanteil der für heuer reservierten Gelder fließt in die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsverbesserungen der bestehenden Tunnels entlang der Südautobahn (A2) zwischen Klagenfurt und der Pack: Beleuchtung, Funk, Belüftung, Fluchtwege etc. Während der Sommermonate soll es hier zu keinen Verkehrsbehinderungen durch Bauarbeiten kommen. An der Tauernautobahn (A10) wird die Sanierung des Oswaldibergtunnels im Mai abgeschlossen, im Sommer beginnt dann die Sanierung des Talübergangs Kremsbrücke und der Hangbrücke Pressingberg. Bei Weißenstein wird ein Rastplatz errichtet.

Noch keinen Baustart gibt es für den Sicherheitsausbau der Klagenfurter Schnellstraße (S37). Das 82 Mio. Euro schwere Projekt - die Fahrbahnen soll verbreitert und baulich getrennt werden - steckt noch im Bewilligungsprozess. Der Verwaltungsgerichtshof muss entscheiden, ob für den Abschnitt St. Veit/Nord-St. Veit/Süd eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht werden muss.

Auch der dreispurige Ausbau der Westautobahn (A1) zwischen Matzleinsdorf und Pöchlarn geht nach der Winterpause ab 28. Februar weiter. Eine Section Control soll das erlaubte Höchsttempo von 80 km/h im Baustellenbereich überwachen. Die Anlage werde voraussichtlich am 2. März aktiviert, teilte die Asfinag am Donnerstag mit. Der letzte zweispurige A1-Abschnitt in NÖ werde bis Mitte 2018 verbreitert.

In die dritte Fahrspur auf dem fünf Kilometer langen Abschnitt im Bezirk Melk werden 33 Millionen Euro investiert, hieß es in der Aussendung. Während der Einrichtung der Baustelle wird der Verkehr rund eine Woche lang zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr in der Früh jeweils einspurig geführt. Danach sollen trotz der Arbeiten zwei Spuren pro Richtung offen sein.

Im Zuge des Ausbaus werden acht Brücken verbreitert, Leitschienen und die Fahrbahnentwässerung erneuert sowie vier Gewässerschutzanlagen gebaut. Außerdem wird die bestehende Straße instand gesetzt.

Quelle: APA

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