Österreich

Deutlich mehr Buchungen für den Sommerurlaub

Kälteeinbruch und Schneefall lassen die Österreicher von Sommer, Sonne und Wärme träumen. Heuer haben bereits deutlich mehr ihren Sommerurlaub gebucht als vor einem Jahr.

Die Buchungen in Reisebüros gingen 2013 zurück. SN/bernhard schreglmann
Die Buchungen in Reisebüros gingen 2013 zurück.

"Wir liegen bei einem Umsatzplus von 30 Prozent und sind damit die besten im gesamten Konzern", sagte TUI-Österreich-Chefin Lisa Weddig. Vor allem Griechenland und die USA sind beliebte Reiseziele. Die Reiselust der Österreicher ist trotz Terrorbedrohung und politischer Krisenherde ungebrochen, das zeigt auch der Ruefa Reisekompass.

"Es ist sehr viel Nachfrage in den Reisebüros - man merkt, im Tourismus in Österreich ist wieder Bewegung drin, die Leute wollen wieder buchen", weiß TUI-Österreich-Chefin Weddig. Viele hätten im vergangenen Jahr keine Pauschalreise gebucht. "Die Leute wollen das Geld jetzt ausgeben", so Weddig. Die Österreicher buchten höherwertige und somit teurere Reisen - der durchschnittliche Reisepreis sei gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 900 Euro pro Person und Urlaubswoche gestiegen, obwohl TUI die Reisepreise über alle Ziele hinweg um 1 Prozent gesenkt habe. Bei den Fernreisen etwa gebe es gegenüber dem Vorjahr ein Buchungsplus von 50 Prozent. Insbesondere Reisen in die USA boomen.

"Wir sehen Bereitschaft, diesen Sommer mehr Geld auszugeben und dass deutlich früher gebucht wird als letztes Jahr", betonte die Reiseexpertin. Während TUI Österreich vor einem Jahr um diese Zeit 12 Prozent des Sommergeschäftes verkauft hatte, liegt sie heuer bereits bei 18 Prozent. In Deutschland ist der Buchungsandrang noch größer: Dort wurden bereits 25 Prozent des Sommerangebotes vermarktet. "Österreicher sind Spätbucher in Europa", vermerkte die TUI-Managerin und empfahl, früh zu buchen, denn dieses Jahr werde es "wirklich eng mit Hotelkapazitäten".

Da die Nachfrage nach Türkei-Urlauben im vergangenen Sommer massiv einbrach und die Urlauber scharenweise in Richtung Westeuropa ausweichen wollten, hatte der Reiseveranstalter - wie alle anderen auch - "Engpässe in Spanien". "Zum Schluss hatten wir Flugkapazitäten, aber keine Hotelplätze mehr", räumte Weddig ein. Bei den Türkei-Urlauben verbuchte die TUI im Sommer 2016 ein Minus von 40 Prozent.

Für diesen Sommer ist Griechenland das bei dem Anbieter "bestgebuchte Zielgebiet" - mit einem Anstieg des Buchungsumsatzes um aktuell 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Reisen für 2017 sind bei der TUI seit Oktober buchbar. "Wir haben im Herbst um 5 Prozent mehr Flugkapazitäten in den Markt gestellt und jetzt noch einmal um 15 Prozent aufgestockt", sagte die TUI-Geschäftsführerin. Sehr gefragt seien etwa die Inseln Kreta, Korfu und Rhodos, aber auch die in der Vergangenheit vom Flüchtlingsstrom touristisch beeinträchtigte Destination Kos erholt sich den Angaben zufolge wieder. Im Gegensatz zu den deutschen Urlaubern buchten die Österreicher auch gerne kleine griechische Inseln wie Zakynthos und Kefalonia.

An zweiter Stelle hinter Griechenland folgen bei der TUI die Buchungen nach Spanien, gefolgt von Italien, Kroatien und Ägypten. Bei Fernreisen sind derzeit neben den USA die Malediven, Thailand, Kanada und Mexiko am stärksten nachgefragt.

Quelle: APA

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