Österreich

Deutlicher Rückgang der Influenza-Erkrankungen

Die Influenza zieht sich vorerst einmal zurück. Vergangene Woche gab es in Wien hochgerechnete 13.600 Neuerkrankungen an "echter" Virus-Grippe und an grippalen Infekten. In der Woche zuvor waren es noch 19.200 nach dem Gipfel von 19.700 in der ersten Kalenderwoche gewesen. Die aktuellen Zahlen gab die MA 15 in Wien am Dienstag bekannt.

Ältere Menschen sind meist stärker und schwerer betroffen.  SN/APA (Archiv)/BARBARA GINDL
Ältere Menschen sind meist stärker und schwerer betroffen.

Auch in Graz zeigt sich, dass die Influenza, die in dieser Saison bisher fast immer durch A(H3N2)-Viren ausgelöst worden ist, derzeit auf dem Rückmarsch ist. Die Zahlen in der steirischen Landeshauptstadt wurden mit 3.296 Neuerkrankungen in der vergangenen Woche berechnet. In der Woche davor waren es 3.915 gewesen.

Die fast 20.000 Neuerkrankungen in Wien in der ersten Kalenderwoche 2017 waren im Vergleich zu den beiden Vorjahren ein hoher Wert. In den vergangenen Wintern wurden nie mehr als 16.000 Grippefälle in einer Woche registriert. Außerdem starteten die Influenzawellen zuletzt rund fünf Wochen später als diese Saison. A(H3N2)-Influenza-Wellen bedeuten zumeist, dass ältere Menschen stärker und schwerer betroffen sind. Beim Entstehen von völlig neuen Influenza-Erregern wie bei der "Schweinegrippe" der Saison 2009/2010 als Pandemie waren in der Vergangenheit in einem höheren Ausmaß jüngere Menschen schwerer betroffen.

Obwohl die aktuellen Zahlen nach unten zeigen, ist die Influenza sprichwörtlich unberechenbar. Das Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle (ECDC) in Stockholm registriert weiterhin eine hohe Krankheitsaktivität in weiten Teilen des Kontinents.

Quelle: APA

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