Österreich

"Die Nerven flattern pausenlos"

Wovon viele Erfinder nur träumen können, ist Martin Nickel geglückt: Er hat ein markttaugliches Produkt kreiert. Doch der Weg zum Erfolg ist überaus hart und entbehrungsreich.

Unscheinbar, aber vielleicht revolutionär: Erfinder Martin Nickel und die autarke Tag-Nacht-Glühbirne.  SN/tröscher
Unscheinbar, aber vielleicht revolutionär: Erfinder Martin Nickel und die autarke Tag-Nacht-Glühbirne.

Martin Nickel macht im Moment Dinge, die er normalerweise nicht macht. Er trägt häufig einen Anzug, telefoniert viel mit seinem Anwalt und hat jede Menge Papierkram zu erledigen. Dabei würde er so gern tüfteln, daheim in seinem kreativen Chaos, ganz allein seinen Gedanken und Ideen nachhängen. Martin Nickel ist eigentlich Erfinder. Die eher bürokratische Phase, die er gerade durchlebt, hat im Grunde eine höchst erfreuliche Ursache: Der 52-Jährige hat etwas erfunden, das sich anschickt, die Licht- und Lampenbranche zu revolutionieren: eine Glühbirne, die erkennt, wann sie von Tag- auf Nachtlicht umstellen muss. Kaltweißes Taglicht hemmt nämlich die Produktion des Schlafhormons Melatonin im menschlichen Körper und fördert die Produktion von Cortisol und Serotonin. Warmes Licht hingegen ist entspannungs- und schlaffördernd. Darauf sind andere zwar schon vor ihm gekommen. Neu ist, dass Nickels Birnen völlig autark agieren. Sie benötigen kein GPS, keine App, kein WLAN und man muss sich weder User-ID noch Passwort merken. Nichts. Sie synchronisieren mittels Radio Data System (RDS) Zeit und Standort, um so punkto Sonneneinstrahlung stets am Laufenden zu sein.

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