Österreich

Die verborgene Armut der Frau Heidersberger

Hunger, Kälte, Einsamkeit: Viele Österreicher führen - speziell im Winter - einen täglichen Existenzkampf abseits der Öffentlichkeit. Sich dabei helfen zu lassen ist für die meisten tabu.

Birgit Heidersberger und ihr geliebter Hund.  SN/andreas tröscher
Birgit Heidersberger und ihr geliebter Hund.

Für Poldi, den Terrier, ist das Wohnzimmer von Birgit Heidersberger ein Traum. Ein Tisch, ein Sessel, ein hüfthohes Ikea-Kastl, eine Matratze. Sonst nichts. Kein Fernseher, kein Bett, keine zerbrechlichen Gegenstände, kein Teppich, kein Spiegel, keine Regale, keine Bücher, keine Vitrinen. Das alles kann sich die 50-Jährige nicht leisten. Zwar muss sie nicht auf Bänken oder in Hauseinfahrten schlafen und hat ein Dach über dem Kopf. Auch frieren muss sie nicht. (Allerdings nur dann, wenn sie die Rechnungen bezahlen kann. Und das kann sie nicht immer.) Dennoch lebt Birgit Heidersberger in Armut, einer der Öffentlichkeit völlig verborgenen, bitteren Armut. Monat für Monat kämpft sie ums Überleben. Und das mitten in Wien.

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