Österreich

Diskussion um illegale Entsorgung von Fäkalien in der Donau

Nach der Diskussion um die illegale Entsorgung von Fäkalien der Schiffstoiletten in der Donau haben sich die Reedereien am Donnerstagnachmittag in einer freiwilligen Erklärung dazu verpflichtet, einen Nachweis über die fachgerechte Entsorgung von Abwasser und Abfall zu führen. Das teilte Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) nach einem "Runden Tisch" mit.

An dem Treffen nahmen rund 60 Vertreterinnen und Vertreter von Reedereien, Länden-Betreibern, Land Niederösterreich, viadonau, Schifffahrtaufsicht und Ministerium teil. Neben dem Umgang mit Fäkalien ging es auch um die Lärmbelästigung durch in den Nachtstunden laufende Stromaggregate. Hofer zeigte sich mit dem Ergebnis der Zusammenkunft sehr zufrieden.

In der Diskussion betonten die Betreiber von Kabinenschiffen, dass sie in den letzten Jahren Millionenbeträge investiert hätten, um die Kläranlagen auf den Schiffen auf den modernsten Stand der Technik zu bringen. Von Seiten der Länden-Betreiber wurde erklärt, dass es bei beinahe jeder Anlagestelle möglich sei, Abfälle, Fäkalien und ungereinigtes Brauchwasser fachgerecht zu entsorgen - entweder bei fixen Stellen oder durch entsprechende Saugwägen, die zu den Anlegestellen kommen und die Fäkalien entgegennehmen. De facto alle Teilnehmer hätten betont: "Wir profitieren von der Donau, wir verschmutzen nicht den Fluss, der unserem Geschäft zugrunde liegt", hieß es.

Hofer präsentierte den Reedereien den Entwurf einer freiwilligen Deklaration, den alle anwesenden Schiffsbetreiber auch unterzeichnet hätten. In der Deklaration ist die genaue Dokumentation des Schiffsbetreibers über die fachgerechte Entsorgung von Abwasser und Abfall geregelt. "Ich bin überzeugt, dass wir dieses Problem damit in den Griff bekommen werden. Zukünftig werden von der Schifffahrtaufsicht auch verstärkt Kontrollen durchgeführt", kündigte der Verkehrsminister an. Er appellierte an Anrainer zudem, Beobachtungen über allfällige unsachgerechte Entsorgung sofort bei der Schifffahrtaufsicht zu melden.

In der Stromfrage will die viadonau ein Konzept erarbeiten und eine Qualitätsoffensive starten, um die Infrastruktur an Land zu verbessern. Damit sollen die Auswirkungen auf Anrainer und Umwelt durch Stromgeneratoren auf den Schiffen minimiert werden.

Quelle: APA

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