Österreich

Einsatzkräfte wegen Winterwetter im Westen gefordert

Tief winterliche Fahrverhältnisse infolge starker Schneefälle haben am Samstag in Tirol und Vorarlberg zu zahlreichen Unfällen und Verkehrsbehinderungen geführt.

Schneefahrbahn sorgte für Gefahr, Unfälle und Staus.  SN/APA/BARBARA GINDL
Schneefahrbahn sorgte für Gefahr, Unfälle und Staus.

Einige Straßen mussten u.a. wegen hängen gebliebener Lkw gesperrt werden. 150 Einsatzkräfte standen laut Asfinag mit 60 Fahrzeugen im Dauereinsatz.

Auf der Brennerautobahn (A13) ereignete sich am Morgen auf der Europabrücke in Fahrtrichtung Innsbruck ein Unfall mit vier Sattelfahrzeugen. Eines der Schwerfahrzeuge stand laut Informationen des ÖAMTC quer. Die A13 blieb zwischen Europabrücke und Ausfahrt Patsch-Igls in Fahrtrichtung Innsbruck für die Dauer der Berge- und Aufräumarbeiten gesperrt. Es bildete sich kilometerlanger Rückstau.

Ebenfalls witterungsbedingt gesperrt war am Samstagvormittag die Fernpassstraße (B179) in beiden Fahrtrichtungen zwischen Nassereith und dem Grenztunnel Füssen. Eine Umleitung war nur großräumig über Vorarlberg oder über Seefeld möglich. Auf der Strecke über Seefeld galt jedoch Kettenpflicht für alle Fahrzeuge. Gegen Mittag wurde die Straßensperre aufgehoben, der Verkehr wurde danach vor dem Tunnel blockweise abgefertigt. Auch hier bildete sich kilometerlanger Stau. Auch für den Abend wurde eine Sperre zwischen Nassereith und Reutte-Nord angedacht, sollte der Schneefall nicht nachlassen.

Zahlreiche Lkw blieben auf ansteigenden Straßen hängen. Gesperrt war deshalb etwa eine Stunde lang die Eibergstraße (B173) auf Höhe der Kreuzung nach Söll (Bezirk Kufstein) in beiden Fahrtrichtungen oder die Fernpassststraße zwischen Heiterwang und Reutte-Süd.

In Vorarlberg war besonders die Arlbergschnellstraße (S 16) betroffen. Vor dem Dalaaser Tunnel (Bezirk Bludenz) aktivierte die Asfinag aus Sicherheitsgründen die Blockabfertigung. Der Rückstau war am Nachmittag in beiden Fahrtrichtungen etwa 15 Kilometer lang.

Auf schneeglatten Fahrbahnen kam es in den beiden westlichen Bundesländern wiederholt zu Unfällen. In Hopfgarten (Bezirk Kitzbühel) rutschte ein Milchtankwagen trotz Schneeketten über den Fahrbahnrand, stürzte ab und überschlug sich einmal. Der Lkw-Lenker wurde dabei schwer verletzt und mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Kufstein geflogen.

In Langen bei Bregenz stießen zwei Pkw gegeneinander. Eine deutsche Lenkerin fuhr von einer Tankstelle auf die Straße. Sie dürfte laut Polizei den Abstand zu dem herannahenden Fahrzeug überschätzt haben. Der Vorarlberger Lenker konnte auf der Schneefahrbahn nicht rechtzeitig bremsen und krachte in das Auto der Deutschen. Beide Fahrer wurden dabei verletzt.

Wegen Schneeglätte und Schneefahrbahn galt Kettenpflicht für Lkw auf der S16 Arlbergschnellstraße zwischen Bings und dem Arlbergtunnel in beiden Fahrtrichtungen, auf der Walchsee-Straße zwischen Niederndorf (Bezirk Kufstein) und Reit im Winkl (Bayern), auf der Fernpasstraße, auf der Arlbergstraße (B197) zwischen St. Anton und St. Christoph. Allen Fahrzeugen empfahl der ÖAMTC Winterausrüstung im Westen Österreichs, bei der Fahrt in höhere Lagen seien unbedingt Schneeketten mitzuführen.

Quelle: APA

Aufgerufen am 22.09.2018 um 12:08 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/einsatzkraefte-wegen-winterwetter-im-westen-gefordert-528544

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