Österreich

Eisenstadt will in vier Etappen bis 2030 barrierefrei werden

Die burgenländische Landeshauptstadt will in vier Etappen bis 2030 barrierefrei werden. Das Projekt "Barrierefreiheit und Inklusion" wurde bereits 2014 gestartet, am Freitag wurde der Etappenplan für die nächsten Jahre präsentiert. Ziel ist es, Gebäude im Besitz der Stadtgemeinde, den öffentlichen Raum sowie Mobilität für alle Menschen zugänglich zu machen.

Eisenstadt will in vier Etappen bis 2030 barrierefrei werden SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Barrierefreiheit bringe für alle Bevölkerungsgruppen was, so Steiner.

Barrierefreiheit bringe für alle Bevölkerungsgruppen Vorteile, erklärte Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP). Auch für ältere Menschen oder Mütter mit Kinderwagen würde der Alltag dadurch leichter. Derzeit würden bereits erste Maßnahmen umgesetzt, etwa in der Neuen Mittelschule Rosental, im Allsportzentrum oder im Generationenzentrum. Ab Jänner bzw. Februar werde man eine Orientierungstafel sowie ein Blindenleitsystem zur Haltestelle des neuen Stadtbusses beim Bahnhof errichten, ergänzte Projektleiter Werner Fleischhacker.

In der ersten Etappe, die bis Ende 2017 läuft, sind vor allem die Bestandsaufnahme sowie erste Maßnahmen vorgesehen. Das meiste davon wird laut Fleischhacker in Eigenleistung durch die Eisenstädter Wirtschaftsbetriebe umgesetzt. Die Maßnahmen im öffentlichen Raum seien im Straßenbaubudget enthalten.

In der Priorisierung nach vorne gereiht habe man Maßnahmen, die schnell und ohne großen Aufwand umsetzbar seien, meinte Steiner. Es gelte einen Konsens zu schaffen, was notwendig und wirtschaftlich sinnvoll ist. Aufholbedarf sieht Fleischhacker vor allem im öffentlichen Raum, darauf werde man das Hauptaugenmerk richten.

Der Etappenplan wurde vom Magistrat Eisenstadt, der Firma Rodlauer Consulting, sowie von den Vereinen Blickkontakt, KOBV- Behindertenverband für Wien und der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs entwickelt. Er wurde in der letzten Gemeinderatssitzung mehrheitlich ohne die Stimmen der FPÖ beschlossen.

Quelle: APA

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