Österreich

Ermittlungen nach Frauenleichen-Fund in Oberbayern

Einen Tag nach dem Fund einer Frauenleiche nahe Vachendorf bei Traunstein sind erste Ergebnisse der Obduktion bekannt geworden. Ein Sprecher der Rosenheimer Polizei sagte, dass die Frau "gewaltsam ums Leben gekommen ist".

Am Oberkörper wurden mehrere Stichverletzungen festgestellt. Zur Klärung der eigentlichen Todesursache sind noch weitere Untersuchungen notwendig, hieß es.

Unterdessen sucht die Polizei nach dem Freund der Getöteten. "Die Hinweise haben sich verdichtet, dass der Mann etwas mit der Tat zu tun haben dürfte", sagte Christoph Hundertpfund, stellvertretender Leiter des Tiroler Landeskriminalamtes am Dienstag der APA. Der 47-Jährige soll über die Schweiz geflohen sein und sich mittlerweile in die Türkei abgesetzt haben. Näheres wollte Hundertpfund aber aus kriminaltaktischen Gründen nicht bekanntgeben. Noch Montagabend wurden internationale Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Der Wagen des tatverdächtigen Lebensgefährten wurde in der Schweiz sichergestellt. "Das Fahrzeug wird jetzt kriminaltechnisch untersucht", erklärte Hundertpfund.

Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass der Auffindungsort der Leiche nicht mit dem Tatort übereinstimmt. Wo die Frau tatsächlich ermordet worden war, liegt nach wie vor im Dunkeln. Die Rumänin soll seit 2005 als Küchengehilfin in Tirol gearbeitet haben. Sie lebte laut einer Aussendung der Rosenheimer Polizei mit ihrem zwölf Jahre älteren Freund - ein gebürtiger Türke mit österreichischem Pass - zusammen. Das letzte Mal wurde sie am Sonntagabend an ihrem Arbeitsplatz gesehen.

Zwei Schüler hatten die Leiche der 35-jährigen Rumänin am Montag bei einer Zigarettenpause in einem Waldstück im Chiemsee-Gebiet entdeckt.

Quelle: Apa/Dpa

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