Österreich

Ermittlungen um Diesel-Diebstahl bei Semmering-Tunnelbau

Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat Ermittlungen um einen Diesel-Diebstahl auf Baustellen des Semmering-Basistunnels in Niederösterreich aufgenommen. Es gibt sechs Beschuldigte, bestätigte Erich Habitzl, der Sprecher der Anklagebehörde, am Mittwoch einen Onlinebericht des "Kurier". Ein 47-Jähriger saß wegen der Causa vorübergehend in Untersuchungshaft.

Ermittelt werde wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Diebstahls, des versuchten Betrugs und der Hehlerei, sagte der Sprecher. Dem Medienbericht zufolge soll der 47-Jährige - laut "Kurier" der Mitarbeiter eines Frächters - gemeinsam mit einem Bediensteten des Generalunternehmens Diesel für die Baustellenfahrzeuge abgezweigt haben. Rund 300.000 Liter sollen danach zu günstigen Preisen und ohne Rechnung an Personen aus der Region verkauft worden sein.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt wurde der 47-Jährige Ende April "gegen gelindere Mittel" enthaftet. Die Ermittlungen in dieser Causa seien "noch im Anfangsstadium", betonte Habitzl. Wie die "Niederösterreichischen Nachrichten" (NÖN) berichteten, wurden der Hauptbeschuldigte und sein Komplize von den jeweiligen Unternehmen fristlos entlassen.

Der Schaden soll im Vermögen des Generalunternehmens und nicht bei den ÖBB eingetreten sein. "Wir wurden von diesen Vorfällen von keiner offiziellen Stelle in Kenntnis gesetzt, daher wissen wir, dass die ÖBB weder geschädigt noch involviert sind", sagte Unternehmenssprecher Christopher Seif den NÖN.

Quelle: APA

Aufgerufen am 24.09.2020 um 02:04 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/ermittlungen-um-diesel-diebstahl-bei-semmering-tunnelbau-71002867

Schlagzeilen