Österreich

Erneut Starkregen und Überflutungen in Südost-Österreich

Der Südosten Österreichs ist auch am Mittwoch von heftigen Unwettern heimgesucht worden. Im südburgenländischen Bezirk Oberwart standen nach dem einsatzreichen Freitag vergangene Woche erneut Keller unter Wasser, Straßen waren überflutet. Starkregen hat auch im südlichen Niederösterreich zu Überflutungen geführt. Vor allem der Bezirk Neunkirchen war betroffen.

Auspumpen – hier die Feuerwehr Pinkafeld (Burgenland). SN/stadtfeuerwehr pinkafeld
Auspumpen – hier die Feuerwehr Pinkafeld (Burgenland).

"Momentan sind auch schon Straßen gesperrt. Die B63 und auch die Landesstraße Riedlingsdorf-Pinkfeld sind nicht befahrbar. Gegen 13.15 Uhr sind heftige Regenfälle niedergegangen. Der Boden nimmt keinen Niederschlag mehr auf", schilderte Kurt Tripamer, Kommandant der Stadtfeuerwehr Pinkafeld. Etwa eine Stunde später habe der Regen nachgelassen.

Betroffen ist auch wieder Niederösterreich. Laut Landesfeuerwehrkommando verlegte eine Mure das Gleis der Aspangbahn im Bereich Höll. Heftige Gewitter gab es am Nachmittag auch in Klosterneuburg und im Bezirk Korneuburg. In Tauchen in der Gemeinde Mönichkirchen wurden mehrere Häuser überflutet.

In Königsberg drohte ein Hausdach einzustürzen, außerdem wurde der Zaun eines Wildgeheges zerstört. Nach Angaben von NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger standen 22 Feuerwehren mit 245 Mitgliedern und mehreren Großpumpen, Baggern und Radladern im Einsatz.

In Olbersdorf drohte ein großer Möbelbetrieb überschwemmt zu werden. Der Feuerwehr gelang es, eine Überflutung der Hallen trotz Wassereintritts zu verhindern, so dass die Produktion weiterlaufen konnte. Das Werk wurde mit 24 Paletten Sandsäcken gesichert, die Wassermengen wurden mit acht Tauch- sowie einer Großpumpe abgepumpt. In dem Ort gab es zudem Verklausungen einer Brücke, ein Einfamilienhaus sei komplett überflutet und die EVN-Gasversorgungsleitung teilweise freigelegt worden.

In Klosterneuburg und im Bezirk Korneuburg kämpften sieben Feuerwehren gegen Unwetterschäden. Keller, Straßen und Parkplätze waren überflutet, in Klosterneuburg auch ein Hotel am Niedermarkt und ein Geschäft. Ins Gymnasium der Babenbergerstadt drang ebenfalls Wasser ein, die Einsatzkräfte rückten mit einem speziellen Sauggerät an, so Resperger.

Weiter angespannt ist die Lage in den beiden nach Unwettern zum Katastrophengebiet erklärten oststeirischen Gemeinden Waldbach-Mönichwald und St. Lorenzen am Wechsel. Am frühen Nachmittag regnete es erneut stark und kleinere Muren gingen in nicht bewohnten Bereichen ab. "Wir haben die Lage aber im Griff", sagte Thomas Allmer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr St. Lorenzen zur APA.

Bei manchen Böschungen in St. Lorenzen waren weitere Risse im Erdreich erkennbar. "Nun legen wir Planen auf und beschweren sie mit Sandsäcken", sagte Allmer. Etwa 20 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Manche Straßen waren nach neuerlichen Regenfällen wieder mit Schlamm überzogen. "Die Situation ist bei allen angespannt", meinte der Feuerwehr-Kommandant.

Etwas Entspannung gab es dagegen in Waldbach-Mönichwald: Feuerwehr-Kommandant Johannes Gruber zufolge wurden nach dem Unwetter vom Montag noch am Dienstag die gröbsten Schadensstellen abgearbeitet. Am Mittwoch habe es vorerst keine neuen Schäden gegeben, weshalb die Helfer eine Pause bekamen. "Wir sitzen aber auf Nadeln", so Gruber, denn am Nachmittag begann es auch dort wieder zu regnen.

Quelle: APA

Aufgerufen am 12.12.2018 um 05:30 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/erneut-starkregen-und-ueberflutungen-in-suedost-oesterreich-28865008

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