Österreich

Frauen in Pandemie laut Report stärker belastet als Männer

In den zwei Jahren der Pandemie hat sich der Fitnesszustand der Menschen in Österreich eher verschlechtert. Besonders davon betroffen waren Frauen: 70 Prozent fühlten sich stark belastet, zeigt der Intersport Sportreport 2021. 41 Prozent waren mit ihrem Gewicht unzufrieden und jede dritte Frau bewegte sich weniger als vor der Coronakrise, ergab die Umfrage unter 1.000 Personen im Alter von 16 bis 69 Jahren.

Viele bewegen sich durch Coronakrise weniger als zuvor SN/APA/LIONEL BONAVENTURE
Viele bewegen sich durch Coronakrise weniger als zuvor

Faktoren für die stärker empfundene Belastung bei vielen Frauen seien emotionale Aspekte, das Gefühl, kein selbstbestimmtes Leben zu leben, Einsamkeit aufgrund fehlender sozialer Kontakte und die fehlende Möglichkeit, einmal für sich zu sein, hieß es bei der Vorstellung der Daten am Montag. Im Durchschnitt betreiben die Österreicherinnen und Österreicher laut der Umfrage 1,6 Sportarten regelmäßig. Am beliebtesten bei Frauen und Männern gleichermaßen sind Radfahren (35 Prozent), Schwimmen (24 Prozent), Laufen und Wandern (jeweils 18 Prozent). Ebenfalls weit oben rangieren Nordic Walking (13 Prozent) sowie Yoga und Pilates (neun Prozent), wobei diese Sportarten von Frauen deutlich bevorzugt werden.

"Trotz aller großen Unsicherheiten können wir sagen, dass wir eine ganz gute Wintersaison hinter uns haben", sagte Intersport-Geschäftsführer Thorsten Schmitz hinsichtlich des Geschäftsgangs. Vor allem im Bereich Alpin-Ski sowie Touren-Ski lasse sich eine positive Bilanz ziehen. In Hinblick auf den Sommer wird ein Hauptaugenmerk auf das Fahrrad gelegt. Neben Veranstaltungen seien Initiativen wie das "Firmenrad" geplant. Es soll als Mobilitätsangebot für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dienen und sowohl geschäftlich als auch privat verwendet werden können. Zusätzlich könne auch die Pendlerpauschale damit genutzt werden.

Die Nachfrage nach Fahrrädern und E-Bikes sei anhaltend hoch. Kunden könnten - und sollten - sich ihr Wunschbike jetzt sichern, auch wenn es noch nicht eingetroffen ist, und das zum jetzigen Preis, denn dass die Situation am Markt Preissteigerungen bringen wird, sei nur logisch, sagte Marketingleiter Johannes Kastenhuber. "Was sich am Fahrradmarkt abspielt, ist noch nie da gewesen. Wir haben jetzt schon für das Jahr 2024, teilweise für 2025 vorbestellt", ergänzte Schmitz.

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