Österreich

Gedanken aus der Home School

Die Schülerinnen und Schüler berichten in Blogeinträgen aus ihrem Alltag in der Home School.

Der Corona-Tagesablauf. Gezeichnet von Luisa Mayr-Kainz.  SN/privat
Der Corona-Tagesablauf. Gezeichnet von Luisa Mayr-Kainz.

Das braucht Disziplin
Die Welt steht aufgrund eines Virus gerade Kopf! Zum Glück ist das Internet so fortgeschritten, dass der Unterricht über verschiedene Plattformen weitergeführt wird. Dies ist umständlich und erfordert Disziplin, aber durchaus machbar.
Victoria, 1. HAK

Bleibt daheim!
Ich würde gerne Einkäufe für alte Menschen erledigen, doch meine Mama hat gerade eine Chemo hinter sich. Um keinen Virus ins Haus zu bringen, bleibe ich daheim und tue alles, dass sie sich nicht infiziert, denn ich brauche sie noch, genauso meine Großeltern.
Theresa, 3.HAK

Was wirklich wichtig ist
Das Distance Learning macht mir aber nicht nur das Leben schwer, sondern zeigt mir auch, wie wichtig die Dinge sind, die ich für banal hielt. Ich werde mich nie wieder über mein normales Schulleben, zu dem ich gerne zurückkehren würde, beklagen.
Amelia, 1.HAK

Ich vermisse die Schule
Nach dem Frühstück geht es ab vor den PC und ran an die Arbeit. Ich finde das E-Learning sehr anstrengend, da man mehr machen muss als im Unterricht in der Schule. Ich vermisse die Schule sehr und hoffe, dass wir bald wieder gemeinsam lernen können und Spaß haben.
Philipp, 1.HAK

Tag 18, Routine kehrt ein
Ich bin noch immer nicht ganz so überzeugt von dieser Art des Unterrichts. Sehr viel Stoff und genau einzuhaltende Fristen. Wann beginne ich? Arbeite ich nach dem Stundenplan? Anfangs waren das offene Fragen, aber relativ schnell entwickelte sich meine Routine.
Jana, 1.HAK

Mein täglicher Begleiter
Ich schaue in meinen Stundenplan und richte mir alles her: Schulbücher, Taschenrechner …. Natürlich darf auch der Laptop jetzt beim E-Learning nicht fehlen. Er ist in den letzten Tagen mein täglicher Begleiter geworden. Ob für online abzugebende Aufgaben oder für Online Konferenzen, ohne Laptop und Internetverbindung geht jetzt nichts mehr.
Jana, 3.HAK

Es ist richtig anstrengend
Erst habe ich mir gedacht, okay cool, ein paar Wochen zu Hause sein und chillen. Wie sich aber herausstellte, ist das sich selber Erlernen des Stoffes richtig anstrengend. In den wenigen Wochen Home School habe ich so viel am Computer gearbeitet wie noch nie. Aber naja, so wie es bis jetzt aussieht, werden wir ja durch die Arbeitsaufträge benotet, dann kommt man nicht aus. Also stehe ich um 7 Uhr auf, mache mich frisch und frühstücke. Um 8 Uhr geht's dann an die Arbeit, nach einem Plan, den ich mir gemacht habe. Wenn ich alles Schulische fertig habe, mache ich eineinhalb Stunden Sport, dann ist es meistens schon 19 Uhr. Dann folgen essen und Netflix schauen.
Emilio, 3.HAK

Die verlorene Übersicht
Die To-Do Liste für heute hab ich gestern schon geschrieben. Meist mache ich die Arbeitsaufträge der Reihe nach, so wie ich die Fächer auch in der Schule hätte, aber eine Schulstunde reicht in den wenigsten Fächern aus, um die geforderten Arbeiten zu machen. Die Kommunikation mit den Lehrern funktioniert häufig nicht wie gewünscht, was meist an den überlasteten Lern- und Kommunikationsplattformen liegt. Schnell verliert man bei der Menge der Aufgaben und den verschiedenen Abgabeterminen die Übersicht. Es ist mühsam und sehr zeitintensiv. In dieser Phase bemerkt man erst wieder, wie wichtig Freunde und der ständige Kontakt mit Schulkollegen sind. Pia, 1.HAK



Ich kann Arbeiten am Computer nicht ausstehen

Als Allererstes habe ich mir gedacht, okay cool, ein paar Wochen mehr zu Hause sein und chillen. Wie sich aber ein paar Tage danach herausstellte, ist das sich selber Erlernen des Stoffes richtig anstrengend. Ich meine, in den zweieinhalb Wochen, die jetzt in der Quarantäne vorüber gegangen sind, habe ich so viel am Computer gearbeitet wie noch nie. Wobei ich Arbeiten am Computer eigentlich überhaupt nicht ausstehen kann, aber naja, so wie es bis jetzt aussieht, werden wir ja durch die Arbeitsaufträge benotet und dann kommt man ja nicht aus. Emilio, 3. HAK

Schule ist wohl doch nicht so schlimm

Diese Ausnahmesituation ist wohl für keinen leicht, jeder muss seine Opfer bringen. Ich hoffe einfach, dass diese Zeit bald vorbei geht und alles wieder zur Normalität zurückkehrt, denn Schule ist wohl doch nicht so schlimm, wie bis dato gedacht. Laura, 3. HAK

E-Learning: Wie es mir wirklich dabei geht

Ich versuche jeden Tag das Beste aus der Situation zu machen aber manchmal gelingt es mir nicht und ich sitze dann zwar den ganzen Tag vor dem Laptop, aber wirklich voran komme ich mit den Schulsachen nicht - ich denke solche Tage hat jeder mal und das ist auch in Ordnung solange es nicht jeden Tag so ist. Im Großen und Ganzen ist das E-Learning System aber nicht schlecht und man kommt - jetzt zum Glück wieder - auch gut an die Lernunterlagen, die man benötigt. Jetzt zum Glück wieder, weil am Beginn der Phase viele online Lernplattformen überlastet waren und man sich die Unterlagen nicht anschauen oder herunterladen konnte, was ziemlich anstrengend war - ich glaube, das kann mir so ziemlich jeder österreichische Schüler oder jede österreichische Schülerin bestätigen. Daria, 1. HAK

Ich vermisse meine Freunde

In dieser Phase bemerkt man erst wieder wie wichtig Freunde und der ständige Kontakt mit den Schulkollegen sind, die gemeinsamen Pausen und Gespräche gehen jetzt sehr ab und auch das gegenseitige Helfen ist jetzt, wo wir uns gegenseitig am meisten unterstützen müssen, viel aufwändiger.
Durch diese Zeit werden wir sicher in irgendeiner Weise selbstständiger und trotzdem freue ich mich wirklich sehr, wenn die Schule weitergeht und wieder alles seinen gewohnten Ablauf hat. Pia, 1. HAK

Der Tag wird kürzer

Mit diesem nun eher ungeregelten Alltag wird bei mir leider oft das Frühstück mehr zum Mittagessen und so auch der Tag verkürzt. Man bemüht sich dann aber so schnell wie möglich eine produktive Arbeitshaltung einzunehmen, um doch noch den geplanten Schulstoff für den Tag durchzubringen. Da wir auf der anderen Seite aber großteils Glück mit dem milden Frühlingswetter hatten, verbringe ich, natürlich alleine oder nur in Begleitung meiner Familie, ein paar Stunden am Tag draußen an der Sonne, um Vitamin D zu tanken und mich körperlich mit Sport auszupowern. Nadine, 3. HAK

Man lernt, sich seine Zeit einzuteilen

Nun sind wir alle schon seit fast drei Wochen in Quarantäne und langsam gewöhne ich mich sogar ein bisschen an diese, noch nie dagewesene, Situation. Natürlich vermisse ich meine Freunde sehr und die Online-Schule ist eine große Herausforderung, aber man sollte jetzt einfach versuchen das Beste aus dieser ungewohnten Lage zu machen. In der heutigen Zeit kann ja zumindest jeder über Smartphones und Co. Kontakt mit den Liebsten halten. Außerdem ist es auch angenehm morgens eine Stunde länger zu schlafen als sonst und interessant zu sehen, wie gut man eigenständig arbeiten und sich seine Zeit einteilen lernen kann. Kathi, 1. HAK

Quelle: SN

Aufgerufen am 04.12.2020 um 01:00 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/gedanken-aus-der-home-school-86061757

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