Österreich

Geschworene wiesen Lenker wegen Mordes in Anstalt ein

Ein Mordprozess in Leoben gegen einen 39-jährigen Autolenker, der einen tödlichen Unfall verursacht hatte, ist am Mittwoch einen Tag früher als geplant mit der Entscheidung der Geschworenen zu Ende gegangen. Die Laienrichter ließen den Slowenen in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher einliefern, da er an einer psychischen Störung leidet. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Der Mann hatte im Oktober des Vorjahres in der Obersteiermark absichtlich seinen Wagen auf die Gegenfahrbahn gelenkt. Er überlebte, die 59-jährige Lenkerin des anderen Fahrzeugs starb. Der Slowene war vor Gericht reumütig, konnte sich aber an den genauen Hergang nicht erinnern. Er litt seit Monaten an Wahnvorstellungen, hörte Stimmen und sah Dinge, die es nicht gab. Am Tag des Unfalls habe er ein seinem Geist entsprungenes Spiel beenden wollen. Der Gutachter stellte bei ihm eine manische schizoaffektive Störung fest.

Aufgrund der vor Gericht geschilderten Halluzinationen kamen die Geschworenen bereits Mittwochnachmittag einstimmig zu der Ansicht, dass der Mann in eine Anstalt eingewiesen werden sollte. Er war zum Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähig. Sowohl der 39-Jährige als auch die Staatsanwaltschaft erkannten die Entscheidung an, wodurch das Verfahren abgeschlossen ist.

Quelle: APA

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