Österreich

Gleitschirmflieger stürzte in Tirol ab und löste Lawine aus

Ein 24-jähriger Tiroler Gleitschirmpilot hat am Samstag in Seefeld mit einem missglückten Flug eine Lawine ausgelöst. Laut Polizei wurde der Mann kurz nach dem Start von einer Windböe erfasst und zu Boden geschleudert, wodurch ein rund 100 Meter breites Schneebrett abging. Der 24-Jährige konnte sich unterhalb des Anrisses der Lawine halten und blieb unverletzt.

Der Tiroler startete gegen 14.50 Uhr unterhalb der Seefelder Spitze. Sein Aufprall erschütterte die Schneedecke so stark, dass sich die Lawine löste. Weil der 24-Jährige unmittelbar unter dem Schneebrett-Anriss Halt fand, blieb er ohne Verletzung.

Unterdessen hat die Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg am Sonntag abgenommen. In höheren Lagen oberhalb von 2.200 Meter wurde sie von den Lawinenwarndiensten aber weiter als "erheblich" - Stufe drei der fünfstufigen Gefahrenskala - eingeschätzt. An Gefahrenstellen konnte bereits die Zusatzbelastung durch einzelne Wintersportler zu einer Lawinenauslösung führen. Die Experten mahnten zu defensivem Verhalten.

Die Experten Rudi Mair aus Tirol und Andreas Pecl aus Vorarlberg nannten als Gefahrenstellen insbesondere windbeeinflusste bzw. schattseitige Steilhänge sowie eingewehte Rinnen und Mulden und Kammlagen aller Expositionen. Ab dem späten Vormittag war mit dem Abgang von Feuchtschneerutschen und Lockerschneelawinen zu rechnen, vereinzelt auch mit Selbstauslösungen von Schneebrettlawinen.

Quelle: APA

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