Österreich

Grazer Justizwachebeamtin mit Coronavirus infiziert

Eine Justizwachebeamtin der Grazer Karlau hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das Justizministerium teilte am Donnerstag auf Nachfrage mit, dass sich der Verdachtsfall bestätigt habe. Die Frau befindet sich in häuslicher Quarantäne - ebenso wie sieben Kolleginnen und Kollegen, die mit der Beamtin Kontakt hatten. Sie werden ebenfalls getestet.

Die Frau befindet sich in häuslicher Quarantäne SN/APA (Archiv)/ERWIN SCHERIAU
Die Frau befindet sich in häuslicher Quarantäne

Die Justizwachebeamtin war "zuletzt drei Tage vor Auftritt der ersten Symptome im Dienst", erklärte die Mediensprecherin des Justizministeriums. Mithilfe der Gesundheitsbehörden sei der Ansteckungszeitraum definiert worden.

Am Mittwoch war ein erster Fall einer Infektion eines Häftlings in Innsbruck bekannt geworden. In der Justizanstalt Garsten gilt ebenfalls eine Justizwachebeamtin als infiziert.

Ministeriumssprecherin Christina Ratz sagte weiter, dass "nach den bisherigen Erhebungen von keiner Infektionsgefahr für die Inhaftierten auszugehen" sei. Weiters gebe es auch "keinen Grund zur Annahme, dass die Infektion der Bediensteten über die Justizanstalt passierte".

Positiver Fall in der Justizanstalt in Garsten

Bereits am Montag wurde ein Fall eines positiv getesteten Justizwachebeamten in Garsten bei Steyr bekannt. "Nach dem aktuellen Stand der Erhebungen bestand in den vergangenen Tagen kein unmittelbarer Kontakt des Justizwachebeamten zu Insassen", hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme auf SN-Anfrage. Dennoch würden nun Vorsichtsmaßnahmen in Garsten getroffen werden. Der Schichtwechsel der Beamten erfolge nun strikt getrennt, wie Ratz mitteilte.

Erster Häftling in Innsbruck infiziert

Mittwochnachmittag wurde der erste Fall eines Covid-19-Falles eines Häftlings bekannt. In der Justizanstalt Innsbruck ist ein Nezugang positiv auf das Virus getestet worden. Der Insasse hatte sich zuvor im Gemeindegebiet Ischgl aufgehalten und wurde daher für 14 Tage in einer eigens geschaffenen Abteilung separiert untergracht. "Die erkrankte Person war daher zu jeder Zeit isoliert und hatte nur mit geschützten Mitarbeitern der Justizwache Kontakt", betonte Christina Ratz. So habe man eine Weiterverbreitung des Coronavirus verhindern können. Aktuell lägen keine Hinweise auf eine Infektion von anderen Insassen oder Wachpersonal vor.

Quelle: APA

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