Österreich

Grazer verschickte wegen Murkraftwerk Drohbriefe

Zahlreiche Drohbriefe sind an Politiker und Wirtschaftsfunktionäre wegen der Errichtung des Murkraftwerks Puntigam ergangen. Jetzt schnappte die Polizei einen Verdächtigen.

Für das Murkraftwerk erfolgen bereits Rodungsarbeiten.  SN/APA/INGRID KONRBERGER
Für das Murkraftwerk erfolgen bereits Rodungsarbeiten.

Das steirische Landesamt für Verfassungsschutz hat den mutmaßlichen Verfasser einer Serie von Drohbriefen ausgeforscht, die an Personen aus Politik und Wirtschaft in Zusammenhang mit der Errichtung des Murkraftwerks Puntigam gerichtet waren.

Dies teilte die Landespolizeidirektion am Donnerstag mit. Der 58-Jährige ist teils geständig, er wurde angezeigt.

Der Grazer hatte die Drohbriefe handschriftlich verfasst und zwischen Dezember 2016 und Jänner 2017 per Post verschickt.

Genaue Angaben waren auf APA-Anfrage bei der Polizei nicht zu erhalten, aber es dürfte sich bei den Bedrohten um Personen aus der Stadt- und Landespolitik sowie des Energieunternehmens handeln, die für die Errichtung der Staustufe im Süden von Graz eintreten. Dafür waren auch am Freitag wieder Rodungsarbeiten im Gang.

Bei seiner Vernehmung gab der Grazer als Motiv an, gegen die Errichtung des Murkraftwerks zu sein. Bei einer Hausdurchsuchung stellten die Beamten entsprechendes Beweismaterial sicher.

Quelle: APA

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