Österreich

Haus des Meeres warnt vor "Dorie"-Käufen

Zum Welttierschutztag am Dienstag hat das Haus des Meeres in Wien vor unüberlegten Fischkäufen gewarnt. Anlass dafür ist der neue "Findet Dorie"-Kinofilm. Wie schon Vorläufer "Findet Nemo" führte er zu vermehrten Anfragen im Haus des Meeres, wo man Fische wie Dorie und Nemo kaufen könne. Laut Michael Mitic, Direktor des Hauses des Meeres, enden überstürzte Käufe für den Fisch oft tödlich.

Haus des Meeres warnt vor "Dorie"-Käufen SN/APA (AFP)/DANIEL LEAL-OLIVAS
Dorie ist ein Palettendoktorfisch.

Zudem können die Einkäufe auch für den ganzen Bestand eine Bedrohung darstellen. Für Palettendoktorfische wie Dorie gibt es erst Zuchtversuche. Bei den gekauften Exemplaren handelt es sich also meist um Wildfänge. Wenn sich die Tendenz wie nach "Findet Nemo" zu einem weltweiten Hype entwickle, könne das den Bestand merklich dezimieren, befürchtet Mitic.

Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins (WTV), sieht das Problem vor allem bei der Gesetzgebung. Mit wenigen Ausnahmen gelten für Tiere die selben Normen wie für Sachen. "Wir fordern Mitsprache bei Tierrechten", erklärte Petrovic. Sie wünscht sich Parteistellung für Tierschutzorganisationen.

(APA)

Aufgerufen am 20.02.2018 um 10:36 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/haus-des-meeres-warnt-vor-dorie-kaeufen-1006126

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