Österreich

Heißester Tag des Jahres - Hitze legt ab Freitag eine kurze Pause ein

Knapp 35 Grad maß das Thermometer am Donnerstagnachmittag in Golling und in der Stadt Salzburg. In der Nacht auf Freitag folgt die Kaltfront.

Willkommene Abkühlung: Groß und Klein tummelten sich am Donnerstagnachmittag bei den Wasserspielen. SN/berthold schmid
Willkommene Abkühlung: Groß und Klein tummelten sich am Donnerstagnachmittag bei den Wasserspielen.

Die erwarteten 36 Grad sind am Donnerstag laut Christian Ortner von der Salzburger Wetterdienststelle nicht geknackt worden. Die Höchstwerte sind mit 35 Grad in Golling und in der Stadt Salzburg gemessen worden, in Zell am See zeigte das Thermometer etwas mehr als 33 Grad an.

Der Wetterumschwung wird ab Donnerstagnacht erfolgen. Für die "Jedermann"-Vorstellung auf dem Salzburger Domplatz um 21 Uhr wagt er noch keine Vorhersagen zu treffen. Am späten Abend zieht kräftiger Wind im Flachgau auf. Einige Gewitter werden im Norden aufziehen, die meisten jedoch in Bayern bleiben. In der Nacht sickert kühlere Luft ein. Freitagfrüh wird des deutlich frischer werden, Regenschauer ziehen durch die Stadt. "Ein perfekter Tag zum Lüften", wie Christian Ortner sagt. Denn die für Freitag vorhergesagten 23 Grad währen nicht lange. Am Samstag beruhigen sich die Temperaturen wieder, die Höchstwerte liegen bei 26 Grad. Die nächste 30er-Marke könnte bereits am Sonntag wieder geknackt werden.

In der Nacht auf Donnerstag war es zu etlichen Zwischenfällen in Salzburg gekommen. Wegen Unwettern rückten die Salzburger Feuerwehren etwa 60 Mal aus - darunter ein Wassereintritt im Keller der Nuklearmedizin im Salzburger Landeskrankenhaus und Wasser im Großen Festspielhaus.

Historische Rekordtemperaturen in Österreich

Österreichs Hitzerekord liegt nach wie vor bei 40,5 Grad. Dieser Wert wurde am 8. August 2013 in Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich gemessen. Am gleichen Tag hatte es in Neusiedl am See 40,3 Grad - das war der höchste Wert, der jemals im Burgenland gemessen wurde, geht aus Daten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hervor.


Hitzerekorde in den Bundesländern SN/APA
Hitzerekorde in den Bundesländern


Platz drei im historischen Bundesländer-Ranking belegt Kärnten: In Dellach kletterten die Temperaturen am 3. August 2013 auf 39,9 Grad. Unter den Landeshauptstädten belegt Wien den ersten Platz mit exakt 39,5 Grad, die ebenfalls am 8. August 2013 gemessen wurden. Die zweitheißeste Landeshauptstadt war - am selben Tag - Eisenstadt mit 39,3 Grad, auf den dritten Rang schaffte es St. Pölten mit 39 Grad.

Nicht nur in den vergangenen Jahren, auch im historischen Messzeitraum seit 1872 gab es immer wieder sommerliche Temperaturspitzen: So hatte es etwa in Lunz (NÖ) am 12. August 1928 einen Höchstwert von 39,5 Grad, am 27. Juli 1983 in Dellach (Kärnten) 39,7 Grad. Zwar habe es früher deutlich weniger Messstationen gegeben als heute - im 19. Jahrhundert waren es etwa nur ein paar, sagte Thomas Wostal von der ZAMG. Dies habe jedoch keine Auswirkungen auf den Gesamttrend.

Kurze Kaltfront für ganz Österreich angesagt

Eine Kaltfront bringt von Westen nach Osten Abkühlung nach Österreich. Am Freitag scheint am ehesten im Osten und Südosten noch einmal die Sonne. Nach und nach breiten sich die Gewitter jedoch auf alle Landesteile aus. Am längsten trocken bleibt es in Kärnten, im Grazer Becken und am Alpenostrand. Hier fallen die Gewitter dennoch auch kräftig aus.

Die Hitze legt eine Pause ein – dieses Foto mit dem passenden Titel „Der letzte Sonnenstrahl“ hat SN-Fotoblogger Thomas Wirnsperger eingefangen. SN/schöne heimat
Die Hitze legt eine Pause ein – dieses Foto mit dem passenden Titel „Der letzte Sonnenstrahl“ hat SN-Fotoblogger Thomas Wirnsperger eingefangen.

Der Wind dreht mit der Störung auf West bis Nordwest und frischt vor allem in den nördlichen und östlichen Landesteilen vorübergehend mäßig bis lebhaft auf. Die Temperaturen erreichen in der Früh 16 bis 25 Grad, tagsüber 18 bis 33 Grad.

Am Samstag zieht die wetterbestimmende Kaltfront im Laufe des Vormittags endgültig nach Osten ab. Im Vorfeld kann es mit ihr jedoch vor allem im Bereich der Zentralalpen und am Alpenostrand noch örtlich leicht regnen. Mit dem Abzug werden schließlich die Wolken weniger und von Westen her setzt sich immer öfters sonniges Wetter durch. Dazu weht schwacher bis mäßiger Wind aus West bis Nordwest. Von 14 bis 19 Grad in der Früh steigen die Temperaturen bis zum Nachmittag auf 20 bis 30 Grad.

Der Sonntag bringt nach dem Störungsabzug stabiles Hochdruckwetter und im Ostalpenraum viel Sonnenschein. Gebietsweise zeigt sich der Himmel wolkenlos oder nur gering bewölkt mit wenigen flachen Quellwolken. Im Norden und Osten ziehen hohe, dünne Wolkenfelder durch. Zumeist ist es schwach windig. Die Frühtemperaturen reichen von 13 bis 17 Grad, die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 26 und 32 Grad.

Am Montag setzt sich in weiten Teilen Österreichs das sonnige und abermals sommerliche Wetter fort. Vom Tiroler Oberland bis in die Tauernregion zeigen sich tagsüber aber vermehrt Quellwolken, nachfolgend gehen lokale Regenschauer oder Gewitter nieder. Lebhafter Südostwind kommt am Alpenostrand auf. Die Frühtemperaturen bewegen sich zwischen 14 und 19 Grad, tagsüber steigen die Temperaturen auf 28 bis 33 Grad.

Am Dienstag sinkt der Luftdruck von Westen her neuerlich ab, damit kommt es tagsüber verbreitet zu Gewittern und Schauern. Zwischenzeitlich ist es aber auch länger sonnig. Vor allem am Alpenostrand bläst lebhafter Wind aus Süd bis Südost. Die Frühtemperaturen reichen von 15 bis 21 Grad, Tageshöchsttemperaturen 23 bis 30 Grad, im Osten können es noch einmal bis zu 34 Grad werden.

Quelle: APA

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