Österreich

"Hummer"-Prozess - Obduktionsergebnis bis Freitag

Der in einem Gefängnis im Szeged gestorbene Österreicher ist am Montag obduziert worden.

"Hummer"-Prozess - Obduktionsergebnis bis Freitag SN/APA/MTI/Zoltan Gergely Kelemen
Der verurteilte Österreicher starb im Gefängnis.

Der Mann war im "Hummer"-Prozess nicht rechtskräftig zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Dafür waren die ungarischen Medien voll von Spekulationen. Kurz vor seinem "rätselhaften" Tod hätte der Kärntner einen "mysteriösen Anruf" getätigt, schrieb etwa die Boulevardzeitung "Bors". Es gab auch Behauptungen, der Österreicher habe Selbstmord begangen oder sei an einer Medikamenten-Überdosis gestorben.

Sein Verteidiger, Janos Buza, hat einen Selbstmord indes ausgeschlossen. Es gab keinerlei Anzeichen dafür, sagte er auf APA-Anfrage. Die Landeskommandantur für Strafvollzug (BvOP) hielt vorerst nur fest, dass ein noch nicht rechtskräftig Verurteilter am Freitag im Szegeder Gefängnis gestorben sei. Um 19.39 Uhr hätten Zellengenossen Alarm geschlagen. Danach sei dem Mann medizinische Hilfe durch Gefängnispersonal und einen Notarzt zuteilgeworden. Der Gefangene sei aber nicht zu retten gewesen. Nach ersten polizeilichen Untersuchungen schlossen die ungarischen Behörden Fremdverschulden aus.

"Bors" behauptete, der Kärntner habe an keinerlei chronischen Krankheiten gelitten. Das Blatt verwies auf Einträge in ungarischen und österreichischen Internet-Foren, die den Kärntner als mögliches Mordopfer sahen. Auch das Datum seines Todes hätte Bedeutung, da er genau vor zwei Jahren, am 11. Oktober, den ungarischen Motorradpolizisten totgefahren hatte.

Quelle: APA

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