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Ihre Accessoires bringen sogar Hunde in den USA modisch auf Vordermann

Erst ging es nur um einen hübschen Schlüsselanhänger, inzwischen ist daraus ein zweites Standbein geworden. Katrin Wallner aus Gmunden fertigt in ihrem Atelier Hundehalsbänder und Leinen nach Maß an.

Australian-Shepherd-Hündin Nala sitzt geduldig neben dem Tresen, an dem ihre Besitzerin Katrin Wallner eifrig werkt. Vor der 43-Jährigen stehen zahlreiche Spulen mit Schnüren in allen erdenklichen Farben. Diese verknüpft und flechtet sie gekonnt, versieht sie mit passenden Schnallen und Lederbändern. Am Ende entstehen daraus edle Halsbänder und Leinen für Vierbeiner. Auch Nala trägt ein solches.

Seit nunmehr zwei Jahren fabriziert Wallner neben ihrem Hauptjob in der Versicherungsbranche am laufenden Band Hundeaccessoires. "Angefangen hat alles damit, dass ich nach einem hübschen Schlüsselanhänger gesucht und nicht das Passende gefunden habe." Im Internet sei sie schließlich auf Schnüre aus Biothane und Paracord sowie auf verschiedenste Knüpftechniken gestoßen. "Diese Schnüre sind extrem reißfest und werden auch bei Gleitschirmen eingesetzt." Zudem ließen sie sich gut reinigen und seien angenehm zu tragen. Und so kam die Hundebesitzerin auf die Idee, für ihre Vierbeiner etwas Hübsches zu basteln.

Mit durchschlagendem Erfolg. Im Hundeverein nahm die Bewunderung für die schmucken Halsbänder kein Ende. Die ersten Bestellungen trudelten ein.

Inzwischen hat Wallner das Handwerk auf professionelle Beine gestellt und sich mit Sam's & Nala's selbstständig gemacht. Im Vorjahr eröffnete sie in der Gmundner Innenstadt ihr Atelier, gemeinsam mit zwei Freundinnen, die dort selbst geschneiderte Taschen sowie Bilder anbieten.

Vor allem in den Sommermonaten gehe das Geschäft gut. "Da kommt viel Laufkundschaft vorbei und nutzt die Gelegenheit, um den Hund neu auszustatten."

Die Auswahl umfasst vorgefertigte Stücke sowie Halsbänder und Leinen, die nach den Vorstellungen der Kunden angefertigt werden. "Man kann sich Material, Farben und auch die Machart aussuchen." Durchschnittlich arbeitet Wallner an einem Halsband eine gute Stunde, je nach Modell. Das fertige Produkt wird dann an den Kunden gesandt und für den Fall der Fälle auch repariert.

Die individuellen Teile finden inzwischen weit über Österreich hinaus ihre Abnehmer: "Ich habe in einigen europäischen Ländern Kunden." Den weitesten Weg machten ihre Produkte im vergangenen Sommer: "Da kam eine Touristin aus Amerika ins Atelier und hat gleich für alle sechs Hunde in der Familie neue Sets bestellt."

Noch ist Sam's & Nala's für Wallner ein Nebenjob. Noch sorgt der Brotberuf bei der Versicherung für das gesicherte Einkommen. "Natürlich ist es mein großer Traum, das irgendwann hauptberuflich zu machen. Aber wir leben in schwierigen Zeiten, da muss dieser Traum noch ein bisschen warten."

SN-Info unter www.dashundehalsband.at

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