Österreich

Jugendlicher Syrer wegen Vergewaltigung in Leoben verurteilt

Ein Jugendlicher ist am Montag im Landesgericht Leoben zu fünf Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Der junge Mann soll im Oktober 2016 eine Prostituierte in einem Laufhaus geschlagen, gebissen und mehrfach vergewaltigt haben. Außerdem wurde er des versuchten Raubes beschuldigt. Der großteils geständige Bursche zeigte vor Gericht keinerlei Reue. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der damals 15-Jährige aus Syrien hatte die 48-Jährige in der Nacht auf den 25. Oktober in einem Laufhaus in Liezen aufgesucht. Kurz nachdem er mit ihr ins Zimmer gegangen war, schlug er ihr mehrmals ins Gesicht und biss sie. Dann soll er die Prostituierte mehrmals vergewaltigt haben. Bei der Polizei und vor Gericht gestand er die Vorwürfe. Er leugnete aber, dass er ihr die Einnahmen rauben wollte.

Vor Gericht gab sich der asylberechtigte Bursche überhaupt nicht reumütig - ganz im Gegenteil, denn er sagte, er wisse "keine andere Bezeichnung als Schlampe für solche Frauen". Außerdem meinte er: "Solche Frauen sind nichts wert." Das Gericht sprach ihn wegen aller angeklagten Delikte schuldig, nur die dauerhaften Folgen für das Opfer wurden nicht anerkannt. Mit fünf Jahren Haftstrafe bewegt sich das Urteil im oberen Bereich, denn Höchststrafe wären siebeneinhalb Jahre gewesen. Der Jugendliche nahm das Urteil sofort an. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.

Quelle: APA

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