Österreich

Kampagne warnt vor Gefahren überhöhter Geschwindigkeit

Nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der Hauptursachen für tödliche Unfälle im Straßenverkehr. Im Jahr 2015 endeten deshalb insgesamt 90 Verkehrsunfälle tödlich. Auf diese Gefahr macht das Verkehrsministerium mit der neuen Kampagne "Lenken Sie Ihr Schicksal selbst" aufmerksam.

"Die Wahl der passenden Geschwindigkeit entscheidet im Straßenverkehr über Leben und Tod. Darum ist es wichtig, die eigene Fahrgeschwindigkeit an das vorgeschriebene Tempolimit sowie Wetter-, Sicht- und Fahrbahnverhältnisse anzupassen. Genau darauf machen wir mit unserer neuen Kampagne aufmerksam", erklärte Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) bei der Präsentation des Kampagnenvideos am Donnerstag in Wien.

Rund 14 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden und knapp ein Viertel aller Unfälle mit Todesfolge lassen sich auf falsch gewähltes Fahrtempo zurückführen. Im Freilandgebiet ist nicht angepasste Geschwindigkeit sogar die Nummer eins bei tödlichen Verkehrsunfällen. "Bewusstseinsbildung ist gerade bei der Thematik besonders wichtig, da sie der Erhöhung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dient", sagte KFV-Direktor Othmar Thann.

Die Analysen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) zeigen darüber hinaus, dass männliche Lenker als Verursacher solcher Unfälle überrepräsentiert sind. Mit der Kampagne "Lenken Sie Ihr Schicksal selbst" werden daher insbesondere die statistisch gesehen häufigsten Unfallverursacher - Männer im mittleren Alter, die sich als routinierte Fahrer wahrnehmen - angesprochen. "Tödliche Unfälle wegen nicht angepasster Geschwindigkeit sind eine absolute Männerdomäne. Die Unfälle passieren oft auf der klassischen Heimstrecke, die man kennt und auf der man gerne zu schnell unterwegs ist", warnte Leichtfried.

Für die Konzeption und Umsetzung der Verkehrssicherheitskampagne stellt das Verkehrsministerium nach eigenen Angaben 3,5 Millionen Euro aus den Mitteln des österreichischen Verkehrssicherheitsfonds zur Verfügung. Die Kampagne startet bereits im Herbst 2016 und wird bis zum Frühjahr 2017 mithilfe von Fernseh- und Kinospots, Printanzeigen, Autobahnplakaten sowie Online- bzw. Social-Media-Aktivitäten umgesetzt.

Quelle: APA

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