Österreich

Keine Verschütteten bei Lawinenabgang am Krippenstein

Der Abgang einer Lawine am Krippenstein ist Freitagnachmittag glimpflich ausgegangen. Obwohl der Lawinenkegel bis auf die Piste reichte, wurde niemand verschüttet, da wegen eines Föhnsturms das oö. Skigebiet an der Nordseite des Dachsteins geschlossen war, teilte die Bergrettung Obertraun mit.

Der Lawinenpiepser hatte schwache Signale empfangen SN/APA (Archiv)/JAKOB GRUBER
Der Lawinenpiepser hatte schwache Signale empfangen

Bei der Talfahrt vom Krippenstein hatten Seilbahnmitarbeiter auf rund 1.750 Meter Höhe den Lawinenkegel entdeckt. Da der Lawinenpiepser (LVS-Gerät) schwache Signale empfing, wurde im Sturm mit Böhen bis zu 170 km/h ein große Suchaktion gestartet. Bergretter von fünf Ortsstellen des inneren Salzkammergutes rückten aus, auch Spürhunde wurden eingesetzt. Es wurden aber keine Verschütteten entdeckt, die Bergrettung geht davon aus, dass ein Stromkabel in der Nähe das LVS-Gerät störte.

Im Einsatz waren 56 Bergretter mit 2 Hundeführern, 4 Beamte der AEG, 4 Bedienstete der Dachsteinseilbahn, sowie 3 Hubschrauber mit Besatzung. Dazu waren noch ca. 20 freiwillige Helfer beim Absuchen der Lawine beteiligt.

Am Samstag wurde vom Lawinenwarndienst Warnstufe 3 ausgegeben. Aufgrund des Föhnsturmes kam es aber unter Tags zu starken Schneeverfrachtungen. Das Skigebiet war zum Zeitpunkt des Lawinenabganges geschlossen.

Quelle: APA

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