Österreich

Kindersonnenbrillen-Test: Gutes Ergebnis beim UV-Schutz

UV-Strahlung ist für das menschliche Auge gefährlich, sie kann zu schweren Augenschäden führen. Kinder sind besonders gefährdet, weil sich bei ihnen die schützenden Pigmente im Auge erst im Lauf der Jahre entwickeln. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) testete 17 Kindersonnenbrillen. Das wesentlichste Kriterium, der UV-Schutz, wurde von allen getesteten Brillengläsern erfüllt, hieß es.

UV-Schutz ist wichtigstes Kriterium SN/APA/BARBARA GINDL
UV-Schutz ist wichtigstes Kriterium

Die 17 getesten Modelle wurden in verschiedensten Geschäftskategorien gekauft - beim Optiker, in Modehäusern, Drogerien oder Sportgeschäften. Erzeugt werden die Produkte laut Herstellerangaben zum größten Teil in China. Die Preise belaufen sich auf vier bis knapp 30 Euro, teilte der VKi am Dienstag in einer Presseaussendung mit.

Das Ergebnis: Die Kunststoffgläser sämtlicher getesteter Brillen ließen keine UV-Strahlung durch. Doch beim Schutz vor seitlich einfallendem Licht versagten einige Produkte. Dabei spielt die Form der Brille eine große Rolle.

Beim seitlich einfallenden Licht, bei der Stabilität oder der Kratzfestigkeit der Gläser gab es große Unterschiede. Ein Produkt war sogar stark mit dem Schadstoff Chrom belastet. Diese Brille wurde wie vier andere mit "weniger zufriedenstellend" benotet. Fünf Mal wurde ein "durchschnittlich" vergeben, drei Mal ein "gut". Es gibt aber durchaus empfehlenswerte Produkte. Die zwei Testsieger bekamen nicht nur die Note "sehr gut", sondern erreichten sogar die Höchst-Punkteanzahl.

Wie bei Kinderwaren üblich wurde auch untersucht, ob die Produkte frei von Schadstoffen sind. In den meisten Brillen waren keine der 56 gesuchten Schadstoffe nachweisbar. Ein Modell war allerdings mit hohen Mengen an Chrom belastet.

Kindersonnenbrillen sollten einen 100-prozentigen UV-Schutz bis 400 Nanometer bieten und 70 bis 80 Prozent des sichtbaren Lichtes absorbieren, empfehlen die Experten des VKI. Das Glas sollte dunkel, am besten braun oder grau sein. Gelbe, hellblaue oder gar pinkfarbene Tönungen sind ungeeignet. Die Brille sollte das Auge komplett abschirmen und auch seitlichen Lichteinfall verhindern - und wegen der Verletzungsgefahr einen abgerundeten Kunststoffrahmen besitzen.

Quelle: APA

Aufgerufen am 15.08.2018 um 01:51 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/kindersonnenbrillen-test-gutes-ergebnis-beim-uv-schutz-28815274

Kommentare

Schlagzeilen