Österreich

Kohlenmonoxid-Austritt in Kärntner Hütte: 57-Jähriger stabil

Nach einem Zwischenfall mit Kohlenmonoxid auf der Aichingerhütte am Villacher Hausberg Dobratsch mit insgesamt sechs Verletzten hat am Dienstag das Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Ein Mann, der zunächst in Lebensgefahr geschwebt war, befand sich einen Tag nach dem ungeklärten Gasaustritt auf dem Wege der Besserung.

Der am schwersten verletzte Mann ist nicht mehr in Lebensgefahr.  SN/APA (KK/HFW VILLACH)/UNBEKANNT
Der am schwersten verletzte Mann ist nicht mehr in Lebensgefahr.

Die Wirtsleute hatten sich schon am Montagvormittag wegen Übelkeit ins Krankenhaus bringen lassen, erklärte Polizist Manfred Karner am Dienstag im Gespräch mit der APA. Sie baten einen Bekannten, auf die in der Hütte verbliebene Katze aufzupassen. Zwei Passanten, die in der Hütte einkehren wollten, entdeckten den 57-Jährigen am frühen Nachmittag reglos im Schankraum am Boden liegend und schlugen Alarm. Auch sie erlitten Rauchgasvergiftungen.

Die Polizei wurde hinzugerufen, um den Rettungshubschrauber einzuweisen. "Wenn der Notarzt nicht das Warngerät hat, gehen wir hinein und nicht mehr hinaus", sagte Karner, der selbst eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten hat. "Glück haben wir gehabt. Das war eine gefährliche Geschichte."

Der 57-jährige Bekannte der Wirtsleute schwebte zunächst in Lebensgefahr. "Es geht ihm schon wieder gut, wir werden ihn heute oder morgen nach Hause lassen", sagte Oberarzt Thomas Strasser vom Landeskrankenhaus Villach. Ob der Mann die Vergiftung wirklich unbeschadet überstanden hat, werde man aber erst in mehreren Wochen oder Monaten sehen. Bis dahin treten schon bei leichteren Kohlenmonoxidvergiftungen als er sie erlitten hat, Kopfschmerzen sowie Gedächtnis- oder Bewegungsstörungen auf, erklärte der Mediziner. Solche Spätfolgen würden in 15 bis 40 Prozent der Fälle auftreten.

Tina Frimmel-Hesse von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt sagte, dass nun ein Sachverständiger bestellt werde. "Es soll geklärt werden, woher das Kohlenmonoxid kam und warum es austrat." Zunächst ging man von einem technischen Defekt als Ursache aus. Die Hütte blieb zunächst gesperrt. Die Katze wurde übrigens von der Feuerwehr gerettet und zu einem Tierarzt gebracht.

Quelle: APA

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