Österreich

Konflikte an Schulen: Für NEOS ist eine Probezeit für Lehrer "überfällig"

Der Wiener Bildungsdirektor will als Konsequenz auf einen Schulkonflikt in der HTL Ottakring eine dreimonatige Probezeit für Lehrerinnen und Lehrer durchsetzen.

In Klassenzimmern kommt es immer wieder zu Vorfällen.  SN/apa
In Klassenzimmern kommt es immer wieder zu Vorfällen.

Für die NEOS sind die geplante dreimonatige Probezeit und schnellere Kündigungsmöglichkeiten für Lehrer mit befristetem Vertrag im ersten Dienstjahr "längst überfällig". Für die Wiener ÖVP ist es unterdessen "skandalös", dass der Untersuchungsbericht zu den Vorfällen an der HTL Ottakring nicht zur Gänze veröffentlicht werden soll.

Neben mehr Möglichkeiten, sich von ungeeigneten Lehrern zu trennen, fordern die NEOS auch eine unabhängige und weisungsfreie Mobbing-Meldestelle, mehr Sozialarbeiter und Psychologen an den Schulen sowie Coaching und Supervision für Lehrer und von der Schulgemeinschaft gewählte, parteiunabhängige Schulleiter.

Für die Wiener ÖVP haben sowohl der Schulleiter als auch die Bildungsdirektion "auf voller Länge versagt", noch immer fehle an den Wiener Schulen ein funktionierendes Krisenmanagement. Die Partei fordert eine unabhängige Lehrerhotline sowie eine umfassende Studie zu Gewalt an Wiener Schulen und flächendeckende Anti-Gewalt-Programme für Schüler.

Die Wiener FPÖ kritisiert indes, dass sich alle von Bildungsdirektor Heinrich Himmer präsentierten Maßnahmen gegen Lehrer und keine einzige gegen gewalttätige Schüler richten würden. Es brauche "Besserungszentren für gewalttätige Pflichtschüler abseits der öffentlichen Regelschule".

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