Österreich

Krebs-Reha für Kinder und Familie offiziell in St. Veit eröffnet

Österreichs erste familienorientierte Kinder- und Jugendrehabilitation für Onkologie und Stoffwechselerkrankungen ist Montag, in St. Veit im Pongau eröffnet worden. Der "Leuwaldhof" mit 82 Betten wurde um rund 13 Millionen Euro Investitionskosten in einer Kompetenzpartnerschaft vom Gesundheitsdienstleister Vamed und den Salzburger Landeskliniken (SALK) errichtet.

Mit Kindern der Volksschule St. Veit posieren Bürgermeister Sebastian Pirnbacher, VAMED-Vorstandsvorsitzender Ernst Wastler, Landeshauptmann Wilfried Haslauer, LH-Stv. und Gesundheitslandesrat Christian Stöckl sowie Alexander Biach, Vorsitzender des Hauptverbands der Österreichischen Sozialversicherungsträger.  SN/franz pfluegl - www.fotograf.at
Mit Kindern der Volksschule St. Veit posieren Bürgermeister Sebastian Pirnbacher, VAMED-Vorstandsvorsitzender Ernst Wastler, Landeshauptmann Wilfried Haslauer, LH-Stv. und Gesundheitslandesrat Christian Stöckl sowie Alexander Biach, Vorsitzender des Hauptverbands der Österreichischen Sozialversicherungsträger.

Der "Leuwaldhof" steht betroffenen Kassenpatienten bis zu einem Alter von 18 Jahren aus ganz Österreich mit dem Ziel offen, eine möglichst weitgehende Reintegration in das soziale und schulische oder bereits berufliche Umfeld sowie präventive Maßnahmen für die Zukunft zu erreichen. Nicht nur die kleinen Patienten, die ganze Familie wird in die Rehabilitation eingebunden, wie am Montag anlässlich der Eröffnung in St. Veit bei einem Pressegespräch erklärt wurde.

Für die Patienten stehen 32 Betten bereit, für die Angehörigen rund 50. "Gemeinsam sind wir löwenstark", so lautet das Motto, unter dem Kinder und ihre Familien den Weg zurück in ein weitgehend normales Alltagsleben finden sollen. Je nach Alter und Entwicklungsphase erhalten die Kinder und Jugendlichen eine individuell angepasste und auf modernste internationale Methoden beruhende Therapie, die mit dem gesamten Team an Ärzten, Therapeuten und Pflegern multi- und interdisziplinär erstellt und überwacht wird.

Neben den medizinisch-therapeutischen Maßnahmen sind je nach dem Alter der Patienten auch der Besuch des heilpädagogischen Kindergartens, der Heilstättenschule samt Oberstufe oder der Zugang zur Berufsorientierung Bestandteil der Rehabilitation. Damit werde allen betroffenen Kindern und Jugendlichen eine möglichst gute Rückbindung an ihre gewohnte Lebenssituation ermöglicht, hieß es.

Das Freizeitangebot soll den Teilnehmern helfen, Selbstvertrauen zu gewinnen, ein gruppengerechtes Verhalten zu üben und wieder Freude am Leben zu gewinnen. Graffitikunst, Wandspiele, ein Erlebnisspielplatz und ein Sportplatz regen die körperliche und geistige Regeneration an. Familien haben die Möglichkeit, sich in eigenen Räumen zurückzuziehen und wieder neu aufzustellen.

"Mit unserem umfassenden Wissen zu onkologischen Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen bilden wir nicht nur das medizinische Backup für die Kinder-Reha in St. Veit. Wir bringen auch unser Wissen aus unseren bisherigen Projekten im Bereich der Kinderrehabilitation ein", verwies der Leiter der Salzburger Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Wolfgang Sperl, auch auf die seit 2010 bestehende Kinderneuro-Rehabilitationsstation des Salzburger Uniklinikums. "Mit der medizinisch-psychiatrischen Rehabilitation, der onkologischen Rehabilitation und nun der Kinder-Reha ist St. Veit der größte Reha-Standort Salzburgs", sagte Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl. Der Leuwaldhof grenzt an das bestehende Gebäude der Krebs-Reha für Erwachsene an. St. Veit hat nun insgesamt rund 200 Reha-Betten.

Quelle: APA

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