Österreich

Kroatien-Screening ergab 279 Corona-Infektionen

Die freiwilligen und kostenlosen Corona-Tests für Kroatienheimkehrer sind am Samstag abgeschlossen worden. Die bisher über 14.300 durchgeführten Tests ergaben insgesamt 279 positive Ergebnisse. "In Summe ist das ein großer Erfolg", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

Coronavirus-Test SN/APA (dpa)/Marius Becker
Coronavirus-Test

Das Sonderscreening galt für Urlauber, die zwischen 7. und 16. August aus Kroatien kamen, also vor Inkrafttreten der verschärften Einreisebestimmungen seit Montag. Betroffene konnten sich bis inklusive Freitag nach vorherigem Kontakt bei der Gesundheitshotline 1450 testen lassen - Ausnahme war Wien, wo dies nicht notwendig war. "Mit so vielen Interessierten haben wir absolut nicht gerechnet. Alle waren ja ohne Symptome - mit Symptomen hätten sie ja ohnedies einen Zugang zum Gratistest via 1450", bilanzierte Anschober. Screening-Testungen für Menschen ohne Symptome würden zwar die Tageszahlen erhöhen, aber auch die Sicherheit für die Zukunft.

Zu den 300 am Samstag vermeldeten Neuinfektionen in Österreich sagte der Ressortleiter, dass diese Zahl weiter zu hoch sei. Die vielen kleinen regionalen Cluster seien im Bereich Familien und von privaten Festen festgestellt worden, viele Infektionsfälle bei sehr jungen Menschen und bei rückgekehrten Urlaubern seien Hauptursache. "Wir unternehmen alles, um diese Zahlen schrittweise wieder zu verringern." Für Rückkehrende von den Balearen hat das Screening ebenfalls bereits begonnen - das Angebot des Gratis-Tests gilt bis inklusive 28. August.

In Wien machen Reiserückkehrer insgesamt 20,3 Prozent der positiven Befunde im August aus, erklärte der Sprecher des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ) am Freitagabend auf Twitter. Der Anteil von Kroatien-Rückkehrern war dabei besonders groß: Rund ein Drittel jener Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, waren zuvor dorthin gereist.

Aus der Türkei waren es 11,7 Prozent, dem Kosovo 11,3 und aus anderen österreichischen Bundesländern 8,1 Prozent. Personen, die sich im Österreich-Urlaub angesteckt haben, belegen also hinter Kosovo-Rückkehrern Rang vier in dieser Liste, erläuterte der Sprecher, warum Wien auch Reiserückkehrer aus den anderen Bundesländern testet. Platz fünf nimmt in dieser Statistik Serbien ein (6,1 Prozent).

Quelle: APA

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