Österreich

Leben mit der Coronakrise: Was darf man eigentlich noch machen?

Nur wenige Tätigkeiten sind von den Ausgangsbeschränkungen nicht betroffen.

Geschäfte sind gesperrt, etwa hier im Salzburger Europark. SN/robert ratzer
Geschäfte sind gesperrt, etwa hier im Salzburger Europark.

Für ganz Österreich gilt eine Ausgangsbeschränkung. Das heißt, man darf das Haus oder die Wohnung nur in Ausnahmefällen verlassen. Laut Gesundheitsministerium sind das berufliche Tätigkeit, Besorgungen zur Deckung der Grundbedürfnisse, etwa Lebensmittel oder Medikamente, Geldbehebung am Bankomaten, aber auch Arztbesuche, medizinische Behandlungen, Therapien oder die Versorgung von Tieren.

Die Ärztekammer empfiehlt aber, nicht dringend notwendige Arztbesuche zu verschieben oder Arztpraxen nur nach Voranmeldung aufzusuchen und pünktlich zu erscheinen. So sollen Patientenkontakte auf ein Minimum reduziert werden. In einem Brief wurden alle Ärztinnen und Ärzte dazu aufgerufen, sich vor Ansteckung zu schützen. Wer sich krank fühle oder Risikofaktoren habe, solle zu Hause bleiben.

Für das Betretungsverbot im Handel gelten insgesamt 21 Ausnahmen. Neben Lebensmittelgeschäften, Apotheken oder Trafiken sind das unter anderem Banken, der Verkauf von Tierfutter, Dienstleistungen für Behinderte und Notfälle, die Post, die Rechtspflege, der öffentliche Verkehr, Kfz-Werkstätten sowie Reinigungsdienstleistungen und Abfallentsorgung.

Die Eckpunkte der Regelung. SN/apa
Die Eckpunkte der Regelung.

Die Stadt Wien gab am Montag bekannt, dass Begräbnisse nur noch in kleinstem Rahmen stattfinden dürfen - mit maximal fünf Besuchern. Die Benutzung der Aufbahrungshalle ist allerdings nicht mehr möglich, die Zeremonie findet im Freien statt. Auch das Betreten des Friedhofs ist erlaubt. Allerdings dürfen auch hier nur Personen gemeinsam kommen, die im selben Haushalt leben. Zu allen anderen Personen ist ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten.

Ein weiterer Grund, das Haus zu verlassen, ist die Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen. Auf Besuche in Senioren- oder Pflegeheimen ist aber zu verzichten. Es gilt ein Besuchsverbot, ausgenommen waren vorerst erkrankte Kleinkinder sowie Palliativpatienten. Auch darf man die eigenen vier Wände verlassen, um Bewegung im Freien zu machen, etwa joggen oder spazieren gehen. Das ist aber nur allein oder in Begleitung jener erlaubt, die im selben Haushalt leben, oder wenn ein Abstand von mindestens einem Meter zu anderen Menschen eingehalten werden kann. Verboten ist auch der Aufenthalt auf Spiel- und Sportplätzen.

Ab Dienstag sind auch sämtliche Gastronomiebetriebe im Land geschlossen, Lieferservice wird aber weiterhin angeboten. Untersagt sind auch alle Veranstaltungen. In einem Raum dürfen sich nur noch fünf Personen aufhalten. Ausgenommen sind natürlich alle Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus.

Aufgerufen am 23.01.2021 um 12:30 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/leben-mit-der-coronakrise-was-darf-man-eigentlich-noch-machen-84942103

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