Österreich

Lifeball bis Regenbogenparade: EuroPride ab 1. Juni in Wien

In einem Monat wird Wien quasi zur Hauptstadt der LGBTIQ-Community - also der homo-, bi-, trans- und intersexuellen Personen. Vom 1. bis zum 16. Juni wird nämlich die EuroPride begangen, das größte europäische Event der Community. Rund 50 Veranstaltungen stehen auf dem Programm - vom Lifeball über das Event-Areal EuroPride Village am Rathausplatz bis hin zum Höhepunkt, der Regenbogenparade.

Eine Million Besucher aus aller Welt werden erwartet SN/APA (AFP)/REMKO DE WAAL
Eine Million Besucher aus aller Welt werden erwartet

Die EuroPride findet jedes Jahr in einem anderen europäischen Land statt. Nach Stockholm und Göteborg ist heuer Wien an der Reihe - zum zweiten Mal nach 2001. Die Veranstaltung wird von der Homosexuellen Initiative (HOSI) über eine eigens gegründete Tochterfirma organisiert.

Es stehen dabei auch zwei Jubiläen an. Einerseits jährt sich der eigentliche Auslöser der weltweiten Pride-Paraden - die Unruhen nach den Polizeiübergriffen auf die Schwulenbar Stonewall Inn in New York im Juni 1969 - zum 50. Mal. Andererseits feiert die HOSI Wien - sie organisiert seit 2003 die jährliche Regenbogenparade auf der Ringstraße - ihren 40. Geburtstag.

Bei der Wiener EuroPride werden jedenfalls mehr als eine Million Besucher aus aller Welt erwartet, denen buntes Programm geboten werden soll. Frei nach dem Motto "together & proud" gibt es größere Veranstaltungen wie einen Fünf-Kilometer-Lauf auf der Ringstraße oder die EuroPride Konferenz, die sich LGBTIQ-Themen widmet. Im EuroPride Village gibt es Gastro-Angebote und Live-Performances.

Ein weiterer Auszug aus dem Programm: Im Rahmen der "Wedding Day Party" können sich 14 Paare im Luxus-Hotel Le Meridien das Ja-Wort geben. Im Kunsthistorischen Museum werden spezielle Führungen geboten, beim "Beach Day" in der Strandbar Herrmann Cocktails und DJ-Musik, beim "Pool Day" im Schönbrunner Bad Schwimmspaß und Beachvolleyball. Auch der Life Ball am 8. Juni ist Teil des Pride-Spektakels.

Der krönende Abschluss des Veranstaltungsreigens ist die Regenbogenparade am 15. Juni. Sie wird heuer zum 24. Mal über die Ringstraße ziehen - auch dieses Mal wieder gegen die Fahrtrichtung. Start ist um 12.00 Uhr beim Burgtheater, dann setzt sich der Zug in Bewegung - vorbei an Parlament, Heldenplatz und Staatsoper. Weiter geht es über den Stubenring zum Schwedenplatz und auf den Franz-Josefs-Kai.

Für circa 15.00 Uhr ist der traditionelle "Moment des Gedenkens" avisiert. Dabei kommt die Parade zum Stillstand und die Teilnehmer erinnern sich an jene Menschen, die an Aids starben oder Opfer eines Gewaltverbrechens wurden. Schließlich geht es vorbei an der Börse und der Universität zurück zum Rathausplatz, wo die Spitze des Zuges gegen 17.30 Uhr erwartet wird.

Auf den ersten Blick scheint die Parade eine riesengroße Party mit vielen Teilnehmern im ausgefallenen Styling, aber es soll auch eine wichtige und ernste Botschaft vermittelt werden, betonen Veranstalter: Eigentlich ist es eine Demonstration für die Gleichberechtigung von LGBTIQ-Menschen.

Die Organisatoren rechnen heuer mit mehr als 300.000 Paradenteilnehmern. Im Vorjahr waren es rund 200.000 Menschen, ein neuer Rekord.

Quelle: APA

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