Österreich

Mann im Burgenland nach Badeunfall reanimiert

Ein 26-jähriger Burgenländer ist am Sonntagabend nach einem Sprung vom Sprungturm in den bis zu zwölf Meter tiefen Badesee in Andau nicht wieder aufgetaucht. Nach mehr als einer halben Stunde wurde er unter Wasser entdeckt und konnte erfolgreich reanimiert werden. Der Einheimische wurde schließlich in ein Spital geflogen. Zum Gesundheitszustand des Burgenländers ist derzeit nichts bekannt.

Die Alarmierung war kurz nach 19.00 Uhr eingegangen. Passanten hatten die Rettungskräfte verständigt, nachdem der Mann nicht mehr aufgetaucht war und suchten zunächst erfolglos nach dem Badegast, teilte das Bezirksfeuerwehrkommando Neusiedl am See mit. Gleichzeitig mit der Alarmierung der Feuerwehr Andau wurde auch der Tauchdienst des Landesfeuerwehrverbandes Burgenland alarmiert, wobei Feuerwehrtaucher aus dem gesamten Burgenland sowie das Tauchdienstfahrzeug aus Mattersburg direkt die Einsatzstelle anfuhren.

"Es war großes Glück, dass der Feuerwehrtaucher so schnell vor Ort war und seine private Tauchausrüstung dabei hatte. So konnte der Mann beim ersten Tauchgang binnen kürzester Zeit in rund neun Metern Tiefe lokalisiert und gerettet werden", erzählte Peter Kroiss, Sprecher des Bezirksfeuerwehrkommandos der APA. Am Ufer wurde der 26-Jährige schließlich reanimiert und anschließend mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 9 ins Krankenhaus Eisenstadt geflogen.

Die Feuerwehr appellierte aus gegebenen Anlass an die Badegäste, die Baderegeln einzuhalten. Sollte der Verdacht entstehen, dass sich eine Person unter Wasser befindet, sollte zeitgleich mit den Rettungsmaßnahmen auch der Feuerwehrnotruf 122 gewählt werden. "Wenn wirklich eine Person unter Wasser ist und nicht mehr gefunden werden kann, dann kann nur durch professionelle Rettung durch die Feuerwehrtaucher rasch reagiert werden. Wenn gleich mitalarmiert wird, kann wertvolle Zeit gewonnen werden", sagte Kroiss.

Dass der Zustand des 26-Jährigen nach mehr als einer halben Stunde unter Wasser stabil gewesen sei, hänge mit zwei Faktoren zusammen. "Je kälter das Wasser ist und je jünger die Person ist, desto besser ist es. Fälle in der Vergangenheit haben gezeigt, dass das vorteilhafter ist", so der Sprecher.

Quelle: APA

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