Österreich

Masernerkrankung bei Mitarbeiterin im Spital Kufstein

Eine Mitarbeiterin des Bezirkskrankenhauses Kufstein ist an Masern erkrankt. Sie hatte im ansteckungsfähigen Zeitraum, der bereits vor sichtbaren Symptomen eintritt, ihren Dienst an den Internen Stationen und in der Internen Ambulanz versehen, teilte das Land am Freitag mit. Mögliche Kontaktpersonen sollen auf Symptome einer Masernerkrankung achten, hieß es. Die Frau galt offenbar als geimpft.

Wer sich von Donnerstag (16. Mai) bis Samstag (18. Mai) während des Tages oder am Sonntag (19. Mai) von 8.30 bis 10.30 Uhr auf den Internen Stationen bzw. in der Internen Ambulanz oder sich am Montag (20. Mai) von 11.30 bis 13.30 Uhr im Internen Ambulanzbereich als Patient aufgehalten hat, könnte Kontakt mit der Erkrankten gehabt haben. "Die möglichen Kontaktpersonen sollen darauf achten, ob sich ab diesem Wochenende für circa weitere 14 Tage Symptome einer Masernerkrankung einstellen. Im Verdachtsfall gilt es, den Hausarzt zunächst telefonisch zu kontaktieren", betonte Anita Luckner-Hornischer von der Landessanitätsdirektion.

Für Personen unter 50 Jahren wird die Durchimpfungsrate als schlecht angesehen. Deshalb sollte all jene, die nach 1970 geboren wurden, keine zwei MMR-Impfungen haben und in der genannten Zeit einen Krankenhausaufenthalt hatten, bei Auftreten von grippalen Symptomen jedenfalls umgehend zu Hause bleiben und unnötigen Kontakt mit anderen Personen vermeiden. Personen, die mit der Erkrankten in Kontakt gekommen sein könnten und beispielsweise in Schulen oder Kindergärten arbeiten, sollten eine Masern-IGG-Bestimmung ehestmöglich durchführen lassen, sofern keine zwei MMR-Impfungen nachgewiesen werden können, hieß es.

Vonseiten der Bezirkshauptmannschaft Kufstein seien umgehend alle Vorkehrungen ergriffen worden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. "Die erkrankte Person wurde isoliert und wird ärztlich behandelt", sagte Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer.

Die erkrankte Krankenhaus-Mitarbeiterin galt als geimpft. Sie hatte in der Vergangenheit zwei MMR-Impfungen erhalten, teilte das Land Tirol mit. Eine 100-prozentige Sicherheit könne seitens der Medizin nicht gewährleistet werden, erklärte Antia Luckner-Hornischer von der Landessanitätsdirektion. Mit einer zweifachen MMR-Impfung werde die Wahrscheinlichkeit, an Masern zu erkranken, aber massiv verringert - nämlich um 99 Prozent. Die Impfung gelte damit als bester Schutz für sich selbst und die Mitmenschen, betonte Luckner-Hornischer.

Quelle: APA

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