Österreich

Mehr als 8000 Covid-Infizierte in Österreich - aber weniger Patienten im Spital

Die Zahl der aktiv an SARS-CoV-2-Infizierten in Österreich überschritt am Sonntag die 8.000er-Marke.

 SN/AFP

Nach Angaben von Innen- und Gesundheitsministerium waren mit Stand 9.30 Uhr 8.100 Menschen aktiv infiziert. Binnen 24 Stunden kamen 621 Neuinfektionen hinzu - am Samstag waren es noch 813. Allerdings wird am Wochenende weniger getestet. Rückläufig ist die Zahl der im Spital liegenden Patienten.

Waren am Samstag mehr als 18.000 Tests ins Epidemiologische Melderegister (EMS) eingetragen worden, kamen bis Sonntag rund 12.500 hinzu und somit deutlich weniger als die vergangenen Tage. Im Schnitt der vergangenen sieben Tage lag die Zahl der täglichen Neuinfektionen bei 705.

Mussten am Samstag österreichweit noch 349 Menschen in Krankenhäusern behandelt werden, waren es am Sonntag 341. Auch die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Fälle war deutlich rückläufig - sie sank von 84 Personen am Samstag auf 68 am Sonntag.

766 Menschen sind seit Ausbruch der Pandemie an den Folgen des Corona-Virus gestorben, im Vergleich zum Samstag ein Toter mehr. 38.095 Menschen wurden bisher insgesamt positiv getestet.

Was die Neuinfektionen betrifft, entfielen am Sonntag mit 319 erneut die meisten auf die Bundeshauptstadt. 94 zusätzliche Fälle in 24 Stunden gab es in Niederösterreich, 62 in Tirol und 49 in Oberösterreich. Vorarlberg meldete 38 Neuinfektionen in das Epidemiologische Melderegister (EMS) ein, Salzburg 21 und die Steiermark 13. Acht zusätzliche Covid-19-Infizierte wurden in Kärnten registriert.

Kurz: "Wollte Maßnahmen früher verschärfen"

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wollte laut eigener Aussage schon früher auf das neuerliche Ansteigen der Coronainfektionen reagieren. "Es stimmt, dass ich schon seit Ende des Sommers die Maßnahmen verschärfen wollte", sagte er in der Tageszeitung "Österreich". Dies sei aber nicht seine alleinige Entscheidung gewesen, verwies er offensichtlich auf Meinungsunterschiede mit den Grünen.

Kurz kritisierte auch eine mangelnde Umsetzung der Maßnahmen. "Ich habe den Eindruck, dass einige die Situation unterschätzt hatten und die Maßnahmen, die nötig gewesen wären, nicht rechtzeitig umgesetzt haben", befand Kurz und im Hinblick auf die Bundeshauptstadt: "Ich hoffe, dass die Situation in Wien nicht außer Kontrolle gerät." Weiterhin zeigte sich der Bundeskanzler aber davon überzeugt, dass sich die Situation im Sommer 2021 wieder normalisieren "kann".

Quelle: APA

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