Österreich

Mordverdacht nach Kohlenmonoxid-Vergiftung in Kärnten

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat am Donnerstag wegen eines Kohlenmonoxid-Austritts in einem Haus in Maria Rain (Bezirk Klagenfurt-Land) ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Mordes eingeleitet. Eine 46-jährige Frau und ihr 14 Jahre alter Sohn erlitten dabei schwere Vergiftungen. Der Gasaustritt dürfte kein Unfall gewesen, sondern bewusst herbeigeführt worden sein.

CO-Warngerät des Notarzte schlug beim Betreten des Hauses Alarm SN/APA (Symbolbild)/JAKOB GRUBER
CO-Warngerät des Notarzte schlug beim Betreten des Hauses Alarm

Die Frau und ihr Sohn wurden an der Grazer Uniklinik intensivmedizinisch behandelt. Sie befanden sich in kritischem Zustand in der dortigen Druckkammer. Vernehmungsfähig waren sie beide nicht. Nach vorläufiger Einschätzung der Staatsanwaltschaft war keine dritte Person involviert. "Es gibt den Verdacht, es könnte auch ein versuchter Mord sein", sagte Behördensprecherin Tina Frimmel-Hesse. "Was herauskommt, ist aber noch völlig offen."

Mutter und Sohn waren am Mittwoch in ihrem Wohnhaus bewusstlos aufgefunden worden, nachdem die Schwester der Frau Alarm geschlagen hatte. Notarzt und Sanitäter waren beim Betreten des Hauses von ihren CO-Warngeräten auf die Gefahr aufmerksam gemacht worden. Es dauerte daher eine Weile, bis die Retter die Frau und den 14-Jährigen aus dem Gefahrenbereich gebracht hatten.

Quelle: APA

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