Österreich

Müll aus Rom landet in Zwentendorf

Das Geschäft mit dem Müll ist längst international und lukrativ. Ein Konzern will in Zwentendorf deshalb Roms Müllproblem lösen.

Müll aus Rom landet in Zwentendorf SN/robert ratzer
Müllberg.

Der Betonklotz ist schon von Weitem sichtbar. Die Schornsteine ragen meterhoch aus den weiten Feldern im Bezirk Tulln. Hier, in der Müllverbrennungsanlage im niederösterreichischen Zwentendorf, soll das römische Müllproblem gelöst werden. Denn die Ewige Stadt versinkt im Dreck. Da die neue römische Bürgermeisterin Virginia Raggi versprochen hat, das Müllproblem der italienischen Hauptstadt zu lösen, wird Müll exportiert. 70.000 Tonnen werden auch nach Österreich gebracht. Laut SN-Recherchen landen sie in der Müllverbrennungsanlage Dürnrohr/Zwentendorf. "Der Müll kommt zu uns", bestätigt Stefan Zach, Sprecher der zuständigen Firma EVN Abfallverwertung NÖ. "500.000 Tonnen Müll können wir jährlich verbrennen." Da man für das kommende Jahr die Kapazitäten nicht voll ausschöpfen werde, könne man 70.000 Tonnen des römischen Mülls verbrennen.

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