Österreich

Nach Tod eines Babys U-Haft über Vater verhängt

Nach dem Tod eines dreieinhalb Monate alten Babys aus St. Pölten ist am Mittwoch zunächst über den Vater (30) und wenige Stunden später auch über die Mutter (26) die U-Haft verhängt worden. Es bestehe der dringende Verdacht des Mordes, teilte das zuständige Landesgericht mit. Der Mann befindet sich in der Justizanstalt St. Pölten, die Frau in der Justizanstalt Krems.

Wegen Mordes ermittelt wird aufgrund der ersten Angaben des gerichtsmedizinischen Sachverständigen, der bei dem Baby ein Schädel-Hirn-Trauma als Todesursache festgestellt habe, hatte Karl Wurzer, Sprecher der St. Pöltner Anklagebehörde, am Dienstag mitgeteilt. Nach dem bereits zuvor festgenommenen Vater wurde in der Folge auch die Mutter dem Gericht überstellt. Die 26-Jährige wurde am Dienstagabend in die Justizanstalt Krems eingeliefert, teilte Wurzer auf Anfrage mit.

Der Säugling war in der Nacht auf Sonntag in lebensbedrohlichem Zustand ins Spital gebracht und von St. Pölten ins SMZ Ost nach Wien überstellt worden, wo er starb. Die Ärzte schlugen wegen mutmaßlicher Misshandlung Alarm. Festgestellt worden seien ein Schädelbruch, mehrere möglicherweise auch ältere Rippenbrüche sowie Hämatome.

Die U-Haft über den Vater des Säuglings wurde von der Haft- und Rechtsschutzrichterin nach dessen Einvernahme verhängt, teilte das Landesgericht am Mittwoch zu Mittag mit. Am Nachmittag folgte die Information, dass auch die Mutter nunmehr in U-Haft ist. Laut Medien war die 26-Jährige zum Zeitpunkt, als ihr Kind ins Krankenhaus gebracht wurde, nicht zuhause, sondern mit Freunden in Wien gewesen.

Die Eltern des toten Babys sind laut Anklagebehörde polnische Staatsbürger. Um den älteren Bruder kümmere sich vorerst die Jugendwohlfahrt.

Quelle: APA

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