Österreich

Neptun Wasserpreis 2019 vergeben

Der Neptun Wasserpreis 2019 ist am Mittwochabend an das Projekt "Fäkalschlammanalyse in der Katastrophenhilfe" des Österreichischen Roten Kreuzes verliehen worden. Die zum ersten Mal ausgeschriebene Kategorie "Bildung" entschied ein von Lustenauer Kindern und Erwachsenen gestaltetes Mal- und Wissensbuch für sich. Zur "Wassergemeinde" wurde Innsbruck ernannt.

Für das Projekt "Fäkalschlammanalyse in der Katastrophenhilfe" wurde das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) in der Kategorie "WasserFORSCHT" prämiert und entschied am Mittwochabend im Wiener Odeon Theater auch das Voting für den Hauptpreis für sich. Bei humanitären Einsätzen stelle der sichere Umgang mit Fäkalschlamm eine Herausforderung dar. Die Verbreitung von Seuchen sowie langfristige Umweltschäden müssen dabei verhindert werden. Das ÖRK entwickelte daher gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Industrie ein Feldlabor zur Qualitätskontrolle der Fäkalschlammbildung, das beispielsweise in Flüchtlingslagern zum Einsatz kommt und notwendige Daten liefere, um die Gesundheit der Bewohner nachhaltig zu gewährleisten, hieß es in einer Aussendung der Veranstalter.

Den heuer erstmals vergebenen "Neptun" in der Kategorie Bildung gewann das "WER WIE WASser Mitmachbuch" der Marktgemeinde Lustenau. Das 80-Seiten starke "Mal- und Wissensbuch" wurde von einer Fachjury aus 80 Projekten zum Sieger gewählt.

Zu Österreichs "WasserGEMEINDE 2019" wurde Innsbruck gekürt. Die Tiroler Landeshauptstadt überzeugte die Jury mit dem 360-Grad-Filmprojekt "Die Reise des Innsbrucker Wassers" und setzte sich im österreichweiten Online-Voting gegen sechs andere Gemeinde-Projekte durch. "Die Idee der Innsbrucker Kommunalbetriebe, Bewusstseinsbildung mithilfe von moderner Filmtechnik zu ermöglichen, empfinden wir als zukunftsweisend", erklärte Franz Dinhobl, Präsident der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach.

In der künstlerischen Auseinandersetzung - der Kategorie "WasserKREATIV" - setzte sich aus über 200 Beiträgen die Künstlerin Daria Tchapanova mit ihrer Video-Installation "floating # 1" durch. Das Werk sei eine "poetische und visuelle Hommage an das Wasser und zeige, wie die Gezeiten den Rhythmus des Alltags bestimmen", hieß es von den Veranstaltern. Unter dem Motto "Brunnen in Wien" wurden bei der Fotokategorie mehr als 300 Beiträge eingereicht, über die im Jänner online abgestimmt wurde. Die drei Siegerfotos stammen von Alexandra Lhotak, Josef Schubert und Ronald Loga.

Ausgeschrieben wird der "Neptun" vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, vom Wirtschaftsministerium, von den Verbänden Gas- und Wasserfach (ÖVGW), dem Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) sowie den teilnehmenden Bundesländern mit dem Ziel, mehr Bewusstsein für die Ressource Wasser zu schaffen.

Quelle: APA

Aufgerufen am 19.10.2019 um 12:07 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/neptun-wasserpreis-2019-vergeben-67232422

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