Österreich

Neue Coronavirus-Verdachtsfälle in Wien und Kärnten

Nur wenige Stunden nach der einstweiligen Entwarnung sind in Österreich drei neue Corona-Verdachtsfälle gemeldet worden. Zunächst teilte das Land Kärnten mit, dass ein Mann aus dem Bezirk Klagenfurt-Land nach einer China-Reise vom Amtsarzt zu Heimquarantäne angewiesen wurde. Im Laufe des Nachmittags und frühen Abends wurden dann auch noch zwei neue Fälle aus Wien bekannt.

Nach allgemeiner Entwarnung nun doch neue Verdachtsfälle SN/APA (Archiv)/HANS PUNZ
Nach allgemeiner Entwarnung nun doch neue Verdachtsfälle

Das Land Kärnten teilte mit, dass ein Mann aus dem Bezirk Klagenfurt-Land, der bis vor wenigen Tagen in der Provinz Shanghai und Umgebung unterwegs gewesen war, zunächst seinen Hausarzt aufsuchte. Er klagte über Symptome eines Atemwegsinfekts mit Fieber und Husten, worauf der Amtsarzt bis zum Vorliegen eines Untersuchungsergebnisses die Heimquarantäne verhängte. Laut Landessanitätsdirektion wurde zu Mittag eine Probe nach Wien zur Laboruntersuchung geschickt, ein Ergebnis wird frühestens am Freitag erwartet.

In Wien wurde am Nachmittag zunächst der Fall einer Philippinin bekannt, die sich in der Nacht auf Donnerstag mit leichten Symptomen ins Kaiser-Franz-Josef-Spital (KFJ) begeben hatte. Die Frau war bereits am 20. Jänner von Hongkong nach Wien gereist. Nunmehr entwickelte sie grippeähnliche Symptome und hatte am Donnerstag unter anderem leichtes Fieber.

Kurz vor Mittag kam am Donnerstag ein chinesischer Tourist ins Wiener AKH und klagte über Halsschmerzen und Fieber. Er wurde unter Einhaltung der Hygienebestimmungen mit der Rettung gebracht, wo er nun getestet wird, hieß es aus dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV). Der Mann stammt aus Shanghai und war am 26. Jänner aus China kommend nach Budapest gereist. Am Mittwoch war er nach Wien weitergefahren. Bei ihm handelt es sich mittlerweile um den siebenten Verdachtsfall zum Coronavirus in der Bundeshauptstadt.

Die Landessanitätsdirektion Tirol wiederum leitete begleitende Maßnahmen ein, nachdem sich in der vergangenen Woche eine am Coronavirus erkrankte Frau aus Deutschland drei Tage lang auf der Dortmunder Hütte im Kühtai (Bezirk Imst) aufgehalten hatte. Die Hüttenwirtin wurde kontaktiert und 23 enge Kontaktpersonen identifiziert, teilte das Land am Donnerstag mit. In Deutschland gibt es vier bestätigte Fälle, alle Betroffenen sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus Gauting in Oberbayern. Es handelt sich um drei Männer und eine Frau. In Tirol selbst gebe es indes nach wie vor keine Verdachtsfälle und daher auch keinen Grund zur Beunruhigung, wurde betont.

Quelle: APA

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